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Eine statistische Drogenhochburg

In der Stadt Bern werden viel mehr Drogendelikte registriert als in Zürich oder Basel. Experten vermuten die Ursache darin, dass die Polizei hier sehr aktiv gegen Drogen vorgeht. Diese sieht andere Gründe.

Der «sehr bekannte Umschlagplatz Schützenmatte» (Strarechtsprofessor Martin Kilias) allein kann die hohe Zahl an Drogendelikten kaum erklären.
Der «sehr bekannte Umschlagplatz Schützenmatte» (Strarechtsprofessor Martin Kilias) allein kann die hohe Zahl an Drogendelikten kaum erklären.
Adrian Moser (Archiv)

Die Stadt Bern hat ein massives Drogenproblem. Zu diesem Schluss kommt, wer sich in die Zahlen der neusten polizeilichen Kriminalstatistik der Schweiz vertieft. Auf 1000 Einwohner wurden im letzten Jahr in der Stadt Bern 54 Betäubungsmitteldelikte registriert. Zum Vergleich: In der Stadt Zürich waren es 30, in der Stadt Genf ebenfalls, in Basel 19. Schaut man sich die Zahlen aus früheren Jahren an, bietet sich einem ein ähnliches Bild. Die Quote in Zürich bewegt sich zwischen 30 und 35, jene in Basel zwischen 15 und 19, die in Genf zwischen 30 und 45. In Bern sind es durchwegs zwischen 54 und 59 entsprechende Straftaten pro tausend Einwohner. In der Deutschschweiz gibt es nur eine Stadt, in der die Zahlen ähnlich hoch sind wie in Bern: die Stadt Biel, die als Drehscheibe im Drogenhandel gilt.

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