Eine «Museumsinsel» für das Kirchenfeldquartier

Im Berner Kirchenfeldquartier könnte, nach dem Vorbild Berlins, eine «Museumsinsel» entstehen.

Das Museum für Kommunikation (links) wird heute von einem Parkplatz vom Historischen Museum (rechts) getrennt.

Das Museum für Kommunikation (links) wird heute von einem Parkplatz vom Historischen Museum (rechts) getrennt.

(Bild: Google Street View)

Im Kirchenfeldquartier soll eine «Museumsinsel» entstehen. Eine entsprechende Machbarkeitsstudie ist in Arbeit. Deren Ergebnisse werden für September erwartet. Ausgangspunkt der Überlegungen war die Suche nach einem Standort für ein Zentraldepot, in dem die verstreuten Bestände des Bernischen Historischen Museums zusammengeführt werden sollen. Bei Vorstudien erwies sich das museumseigene Grundstück als vorteilhaftester Standort.

Zusammen mit der ebenfalls anstehenden Modernisierung des Altbaus des Historischen Museums rückte eine weitreichendere Vision in den Fokus: ein Museumsquartier. Im Kirchenfeldquartier befinden sich relativ nahe beieinander verschiedenste Museen, das Museum für Kommunikation, das Naturhistorische Museum, das Alpine Museum oder das Schützenmuseum.

Das Historische Museum erkennt in der Idee grosses Potenzial, wie das Haus in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt. Die Burgergemeinde Bern hat zusammen mit dem Kanton und der Stadt Bern eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Resultate sollen im September vorliegen. Sie sollen zeigen, wie der Raum im Rahmen einer Gesamtperspektive aller Museen im Kirchenfeld genutzt werden könnte.

Das Historische Museum wirft nicht nur einen Blick in die Zukunft, sondern auch in die jüngste Vergangenheit. Rund 90'000 Eintritte verzeichnete die Institution im vergangenen Jahr - nach Museumsangaben ein Wert über dem langjährigen Durchschnitt.

Benzin im Blut

Bei der nächsten grossen Wechselausstellung ab August riecht es nach Motorenöl, Benzin und Reifenabrieb. Im Zentrum steht das einst legendäre Motorsportrennen auf dem Rundkurs im Bremgartenwald.

Von 1934 bis 1954 massen sich in Bern die weltbesten Fahrer. Auf dem etwas über sieben Kilometer langen Kurs wurde unter anderem der Grosse Preis der Schweiz ausgetragen. Der Kurs im Wald galt wegen der Licht- und Strassenverhältnisse als schwierig.

Der Motorsportanlass lockte weit über 100'000 Besucher aus den In- und Ausland nach Bern. Neben der Geschichte des Rennsports und der Entwicklung der Technik thematisiert die Ausstellung auch die wirtschaftliche und soziale Bedeutung der historischen Rennen für Bern und die Schweiz. Die Ausstellung dauert vom 23. August 2018 bis am 22. April 2019.

Aktuell läuft noch bis am 17. Juni die Wechselausstellung «1968 Schweiz» und bis im September die Wechselausstellung «Flucht».

mer/sda

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