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«Ein Spagat zwischen sinnvollen Angeboten und Leistungskürzungen»

Franziska Teuscher ist seit drei Monaten Direktorin für Bildung, Soziales und Sport. Auf einem Stadtrundgang blickte die Gemeinderätin zurück auf ihre rund 100 Tage im Amt und erläuterte ihre Pläne für das erste Jahr.

Schluesseluebergabe in der Direktion fuer Bildung, Soziales und Sport von Edith Olibet an Franziska Teuscher (4. Januar 2013).
Schluesseluebergabe in der Direktion fuer Bildung, Soziales und Sport von Edith Olibet an Franziska Teuscher (4. Januar 2013).
Manu Friedrich

«Ein hervorragendes Bildungsangebot, eine wirkungsvolle Gemeinwesenarbeit trotz Sparmassnahmen, attraktive Sportanlagen und Bäder für die Bevölkerung und der Austausch mit der Bevölkerung.» So umschreibt Franziska Teuscher gemäss einer Medienmitteilung der Stadt Bern nach drei Monaten im Amt ihre Kernanliegen.

Als grün-soziale Politikerin habe sie sich in der Direktion für Bildung, Soziales und Sport schnell heimisch gefühlt, sagte Teuscher gemäss der Mitteilung an einer Pressekonferenz am Dienstag. Ihre Arbeit im Gemeinderat vergleicht sie mit der Planung und Durchführung einer Tour – per Velo oder zu Fuss. Mit den Medienleuten machte sie deshalb eine kleine Tour durchs Marziliquartier. Unterwegs erläutert sie ihre Pläne, die geplanten Touren. «Bevor es losgeht, hilft ein Blick zurück», sagte Franziska Teuscher. Der eigene Fitness-Zustand müsse vor der Tour bekannt sein. «Die BSS ist fit, das kann ich Ihnen schon heute versichern», betonte die Gemeinderätin. Sie lerne seit drei Monaten engagierte Mitarbeitende kennen, Abläufe, Projekte, Themen und Anlaufstellen. Jeden Tag lerne sie dazu. Und jeden Tag würden die Schwerpunkte klarer.

Bekenntnis zur 50m-Schwimmhalle

Einer davon: die Sportanlagen. «Dass die Freibäder in Bern für Einheimische und Auswärtige keinen Eintritt verlangen, ist einzigartig und ein grosser Trumpf. Den geben wir nicht so schnell aus der Hand!», versicherte Franziska Teuscher. Klar ist für sie auch, dass es eine 50m-Schwimmhalle braucht: «Das Bedürfnis nach mehr Hallenbadwasser ist belegt. Der frühere Gemeinderat hat sich für den Standort auf dem Gaswerkareal entschieden». Dieses Projekt will sie vorantreiben, genauso wie die Sanierung anderer Sportanlagen - was eine grosse Herausforderung sein werde in finanziell angespannten Zeiten. Ihre Arbeit, so Teuscher, gleiche einem Spagat zwischen fachlich notwendigen, sinnvollen Angeboten für die Bevölkerung und finanziell bedingten Leistungskürzungen.

Ein aktueller Spagat betrifft die Gemeinwesenarbeit und den Gaskessel. Dort stehen schwierige Verhandlungen an, weil der Kanton seine Unterstützung an die Gemeinschaftszentren gestrichen hat. Gemeinwesenarbeit sei aber unabdingbar für die Integration der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und der Gaskessel werde auch von vielen Jugendlichen aus der Region rege genutzt. Daher brauche die Stadt Bern auch finanzielle Unterstützung.

Als wichtiges Gut einer Stadt wie Bern nennt Franziska Teuscher ein qualitativ hochstehendes Bildungsangebot – angefangen bei der Frühförderung über eine starke Volksschule bis zu Kursen für Seniorinnen und Senioren. Für Franziska Teuscher gehören auch Pausen zu einer Tour; Zeiten um innezuhalten, zu überlegen, aufzutanken und sich zu unterhalten. Sie will den Austausch mit der Bevölkerung aktiv pflegen. Und sich für alle Menschen und ihre Interessen einsetzen, für welche die Direktion BSS Leistungen anbietet – im Bewusstsein, dass diese Interessen teilweise weit auseinanderliegen und auch dort manchmal ein Spagat nötig sein wird.

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