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Ein Paradiesvogel für die Berner Fasnacht

Farbenfroh, verspielt und exotisch: So präsentiert sich das Sujet der Berner Fasnacht 2015. Friedlich und fröhlich wie im letzten Jahr, so wünschen sich die Veranstalter den Grossanlass.

Neben dem Fasnachtsbär wird im kommenden Jahr ein bunter Vogel die Berner Fasnacht beehren - als Sujet 2015.
Neben dem Fasnachtsbär wird im kommenden Jahr ein bunter Vogel die Berner Fasnacht beehren - als Sujet 2015.

Die Berner Fasnacht lockt jedes Jahr tausende Besucherinnen und Besucher in die Bundesstadt lockt. Den Auftakt macht am Donnerstag, dem 19. Februar 2015 wie üblich die Befreiung des Fasnachtsbärs aus seinem Winterschlaf. Danach schwärmen die Guggen in die Altstadt aus. In verschiedenen Lokalen machen Schnitzelbänke die Runde.

Der Freitag gehört dem Narren-Nachwuchs: in der Innenstadt ist Kinderfasnacht angesagt. Sind die Kleinen erst einmal im Bett, übernehmen die Hexen das Fasnachtszepter auf dem Münsterplatz.

Am Samstag steht der grosse Fasnachtsumzug mit über 40 Gruppen auf dem Programm. Hunderte begeisterte Guggenmusikanten, Schnitzelbänke und Tausende Zuschauerinnen und Zuschauer machen die Berner Fasnacht zu einer der grösseren des Landes.

Tanzende Frühlingsgöttin

Anders als andere Fasnachten hat jene in Bern kein Motto, sondern ein Sujet. Dieses Jahr wurde es von der Berner Künstlerin Judith Bärtschi gestaltet. Auf sattblauem Hintergrund prangt eine indisch anmutende Tänzerin, reich geschmückt mit Kopfputz und wallendem, in Rottönen leuchtendem Gewand. Ein «Paradiesvögeli» sei die Schöne, sagte Bärtschi am Mittwoch an einem Presseanlass in Bern.

Fasnacht sei die Zeit, sich von der Dunkelheit des Winters zu verabschieden, böse Geister zu vertreiben und das Licht des Frühlings zu begrüssen. Dies alles symbolisiere die Figur, die Plakat, Fasnachtsbroschüre und Plakette ziert.

A propos Plakette: sie ist immer noch eine der wichtigsten Einnahmequellen der Fasnacht, wie Daniel Graf, Präsident des Vereins Bärner Fasnacht, am Mittwoch vor den Medien betonte.

Von den Besuchern wird das Tragen einer Plakette zwar nicht explizit verlangt wie andernorts. Man erwarte aber schon, dass Besucher eine Plakette kaufen würden, um die Finanzierung des Anlasses weiterhin sicherzustellen.

Mehr Besucher in der Gerechtigkeits- und Postgasse

In den letzten Jahren konzentrierte sich das Haupttreiben der Fasnacht auf die Kramgasse, den Rathausplatz und den Schmiedeplatz. Die Fasnacht habe jedoch mehr zu bieten, betonte Graf. Er wünscht sich, dass das Publikum 2015 vermehrt auch den Weg in die Gerechtigkeitsgasse und in das idyllische Postgässchen findet.

Ein altes Übel an der Fasnacht ist das wilde Urinieren. Die Lösung mit mobilen Toiletten habe die Situation verbessert, bilanzierte Graf. Bei der kommenden Fasnacht werde die Polizei noch strenger kontrollieren und Bussen von 90 Franken verteilen.

SDA/agr

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