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Ein geschichtsträchtiges «Näggi»

Einschusslöcher an einer Hausecke in der Mattenenge erinnern an den Stecklikrieg von 1802.

Wahrscheinlich handelt es sich um die Steine mit dem Original-Einschussloch – aber nicht um das Original-Haus.
Wahrscheinlich handelt es sich um die Steine mit dem Original-Einschussloch – aber nicht um das Original-Haus.
Valérie Chételat

Der Stecklikrieg, der Name deutet es an, war kein Ereignis in der eidgenössischen Geschichte, bei dem es besonders blutig zu und her ging. Der grosse Schweizer Historiker Edgar Bonjour nannte ihn gar den «gemütlichsten aller Schweizer Bürgerkriege».

Der Stecklikrieg von 1802 war zwar militärisch betrachtet eine harmlose Angelegenheit, geschichtlich gesehen markiert er aber eine wichtige Zäsur für die Eidgenossenschaft: Er bedeutet das Ende der Helvetischen Republik, die besonders in den konservativen Teilen der Bevölkerung ungeliebt war. Wohl mag der Stecklikrieg vielen nicht mehr geläufig sein – als Berner und Bernerin läuft man aber immer wieder an einem Überbleibsel des Aufstandes vorbei. An einem Haus in der Mattenenge findet sich ein Einschussloch, das von einer der wenigen Kanonenkugeln stammt, die damals durch die Luft flogen.

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