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Ehrendoktor für Teilchenforscher und Insel-Präsidenten

Der Physik-Nobelpreisträger Takaaki Kajita und der neue Präsident des Inselspitals, Uwe E. Jocham, haben unter anderen den Ehrendoktor der Uni Bern erhalten.

Die Universität Bern hat am Dies academicus neun Ehrendoktortitel verliehen. Für ihre Verdienste ausgezeichnet wurden unter anderem der japanische Physik-Nobelpreisträger von 2015, Takaaki Kajita, sowie der frühere Pharmamanager Uwe E. Jocham, inzwischen Insel-Präsident.

Einen Tag nach seinem offiziellen Amtsantritt als Verwaltungsratspräsident der Insel Gruppe AG konnte Jocham am Samstag in der Französischen Kirche den Ehrendoktortitel der Medizinischen Fakultät entgegen nehmen.

Sie würdigt damit den Förderer und universitären Lehrer, «der mit Hingabe sein Wissen und seine unternehmerischen Erfahrungen in den Dienst der Nachwuchsförderung im Bereich der biomedizinischen Forschung» gestellt habe. Der 54-jährige Pharmamanager trat Mitte Jahr aus der Unternehmensleitung der boomenden CSL Behring AG aus. Jocham ist seit 2015 Vizepräsident des Verwaltungsrats der sitem-insel AG, die sich der Förderung der translationalen Medizin und des Unternehmertums verschrieben hat.

Langjährige Zusammenarbeit mit Nobelpreisträger

Die Philosophisch-naturwissenschaftliche Fakultät ehrt ihrerseits den Physik-Nobelpreisträger Takaaki Kajita für seine bahnbrechenden Beiträge zur Neutrinophysik, einem der Hauptgebiete der Teilchenphysik. Den Japaner verbinde «eine langjährige und fruchtbare Zusammenarbeit» mit den Berner Forschenden, heisst es in der Laudatio. Den Nobelpreis erhielt Takaaki Kajita 2015 zusammen mit dem Kanadier Arthur McDonald für die Erbringung des Nachweises, dass Neutrinos eine Masse besitzen. Damit wurde ein bislang geltendes Dogma der Teilchenphysik widerlegt. Die Erkenntnis ebnet den Forschern den Weg zu neuen Entdeckungen - etwa dazu, was Sekundenbruchteile nach dem Urknall geschah.

Die weiteren Ehrendoktortitel der Universität Bern gingen an den emeritierten Basler Rechtsprofessor Peter Böckli, den deutschen Erziehungswissenschafter Helmut Reid, das israelische Künstlerpaar Elazar Benyoëtz und Metavel, den britischen Wirtschaftsmathematiker John Moore, die britische Veterinärin Fiona Tomley und die kanadische Soziolinguistin Monica Heller.

Hans-Sigrist-Preis

Am Dies academicus wurde auch der mit 100'000 Franken dotierte Hans-Sigrist-Preis verliehen. Geehrt wurde die Holländerin Heleen Murre-van den Berg für «ihre höchst innovative» Forschung zum orientialischen Christentum. Mit ihren Werken fördere die Forscherin den Dialog zwischen unterschiedlichen Identitäten, Kirchen und Kulturen, heisst es in der Laudatio.

(SDA)

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