Ehre für Berner Nobelpreisträger

Das künftige Berner Tumorzentrum wurde auf den Namen «Theodor-Kocher-Haus» getauft.

Das neue Tumorzentrum gehört zum Inselareal-Masterplan.

Das neue Tumorzentrum gehört zum Inselareal-Masterplan.

(Bild: Reuters)

Bundesrat Johann Schneider-Ammann hat am Freitag das künftige Tumorzentrum des Berner Inselspitals auf den Namen «Theodor-Kocher-Haus» getauft. Damit ehrt die Insel-Gruppe den vor hundert Jahren verstorbenen Berner Medizinpionier und Nobelpreisträger.

Zu Ehren des wohl renommiertesten Arzts der Schweizer Medizingeschichte, so die Insel-Gruppe in einer Mitteilung, führte das Berner Spitalunternehmen am Freitag auch ein Fachsymposium durch.

Theodor Kocher (1841 bis 1917) erlangte vor allem für seine Arbeiten zur Schilddrüse Weltruhm. Er entwickelte aber auch eine bis heute verwendete Methode, um ausgekugelte Schultern einzurenken. Zudem trägt eine Arterienklemme, die er gegenüber Vorgängermodellen stark verbesserte, seinen Namen.

In Bern gibt es bereits eine nach ihm benannte Altstadtgasse und einen Park. Das Gebäude, das nun seinen Namen trägt, wird ab dem kommenden Jahr in einer Übergangsphase das neue Zuhause der Frauenklinik und der Neonatologie. Bekanntlich muss das Gebäude der Frauenklinik saniert werden.

Nach dieser temporären Nutzung wird das Theodor-Kocher-Haus aufgestockt und zum neunstöckigen Organ- und Tumorzentrum der Insel-Gruppe. Der Grundstein fürs Gebäude an der Friedbühlstrasse wurde im Dezember 2016 gelegt. Es ist der erste Neubau, der im Rahmen des Inselareal-Masterplans fertiggestellt wird.

nj/sda

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