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Egger-Jenzer sucht Gespräch mit BKW

Die bernische Energiedirektorin Barbara Egger-Jenzer sucht das Gespräch mit der BKW: Verwaltungsratspräsident Urs Gasche und Direktor Kurt Rohrbach sollen der Regierung darlegen, wie sie nach der Suspensierung der AKW-Rahmenbewilligungsverfahren vorgehen wollen.

Barbara Egger-Jenzer: «Man müsste jetzt damit beginnen, den Ausstieg aus dem Atomenergie zu planen.» (Adrian Moser)
Barbara Egger-Jenzer: «Man müsste jetzt damit beginnen, den Ausstieg aus dem Atomenergie zu planen.» (Adrian Moser)

Sie werde am Mittwoch dem Gesamtregierungsrat beantragen, ein Gespräch mit Gasche und Rohrbach zu führen, sagte Egger-Jenzer am Montag der Nachrichtenagentur SDA. Sie gehe davon aus, dass die BKW als Betreiberin des bestehenden AKW Mühleberg und Gesuchstellerin von Mühleberg II zurzeit eine «Auslegeordnung» mache.

Der Kanton Bern ist Mehrheitsaktionär der BKW mit 52,5 Prozent. In den letzten Jahren kam es wegen der Atomenergie immer wieder zu Kontroversen zwischen der rot-grünen Kantonsregierung und der BKW.

Dass der Bund die Rahmenbewilligungsverfahren sistiert habe, sei zwar «ein Schritt in die richtige Richtung», sagte Egger-Jenzer. Doch das reiche nicht aus: «Man müsste jetzt damit beginnen, den Ausstieg aus dem Atomenergie zu planen», betonte die SP- Regierungsrätin.

Stattdessen prüfe man nun Sicherheitsfragen. Das möge nach den Ereignissen in Japan naheliegend sein, könne aber dazu führen, dass nochmals höhere Sicherheitshürden errichtet würden. Dadurch würde sich der Bau neuer Atomkraftwerke nochmals verteuern.

Wenn man Mühleberg in einigen Jahren stilllegen und kein neues AKW bauen wolle, dann müsse jetzt mit der entschiedenen Förderung von Alternativenergien und Massnahmen für höhere Energie-Effizienz begonnen werden.

Vor einem Monat hatte die AKW-Gegnerin Egger-Jenzer - zusammen mit dem Regierungsrat - die Konsultativabstimmung zu Mühleberg II noch knapp verloren. Nun stelle sie ein Umdenken in der Gesellschaft fest. Dass es dazu ein derart schlimmes Ereignis gebraucht habe, mache sie «sehr betroffen und traurig».

SDA/gbl

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