«Die Waldstadt Bremer ist eh eine Herausforderung»

Enthält das neue Waldgesetz neue Hürden für den Bau einer Waldstadt Bremer? «Nein», sagt Regierungsrat Andreas Rickenbacher (SP).

Bewilligunsmässig schwierig: Projektbild der geplanten Waldstadt Bremer.

Bewilligunsmässig schwierig: Projektbild der geplanten Waldstadt Bremer.

(Bild: zvg)

Bernhard Ott@Ott_Bernhard

Wird im Kanton Bern ausnahmsweise Wald gerodet, steigt der Boden im Wert. Dieser Mehrwert wird gemäss dem neuen teilrevidierten Waldgesetz zur Hälfte den Gemeinden zufallen. Diese sollen ihn «zur Förderung und Erhaltung der Wohlfahrtsfunktion sowie der Biodiversität des Waldes» einsetzen, heisst es im Gesetzesentwurf. Für das Projekt Waldstadt Bremer könnte dies ein neues gesetzliches Hindernis darstellen. Der Entwurf sieht vor, dass der Mehrwert unter anderem für die 500 bis 600 Millionen Franken teure Autobahnüberdachung eingesetzt werden soll.

«Das Projekt Waldstadt ist bewilligungsmässig eh eine Herausforderung», sagt Regierungsrat Andreas Rickenbacher (SP). Angesichts der notwendigen gesetzlichen Anpassungen aufgrund von Änderungen im Bundesrecht sei die nun vorgesehene Mehrwertabschöpfung im kantonalen Gesetz nicht die Pièce de Résistance. Zudem könnte die Autobahnüberdachung im Vergleich mit der heutigen Fahrschneise einen Gewinn für die Biodiversität darstellen, wenn sie zum Beispiel begrünt werde. Bei der betreffenden Passage im revidierten Waldgesetz habe der Gesetzgeber auch nicht an die Waldstadt gedacht. «Man will verhindern, dass bei Bauvorhaben am Waldrand auf billige Art Bauland erschlossen werden kann», sagt Rickenbacher.

Der Bund

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