Die Vielfalt als Bereicherung schätzen lernen

Mustafa Memeti wünscht sich ein friedliches Zusammenleben. Angesprochen auf einen materiellen Wunsch, denkt er an eine schöne Wohnung in Bern.

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Dölf Barben@DoelfBarben

Zuoberst auf der Wunschliste von Mustafa Memeti steht erwartungsgemäss nicht der Wunsch nach materiellen Gütern, nach einem Rennvelo zum Beispiel oder einem Fallschirm­absprung. Er spricht auch nicht von guter Gesundheit, von Zufriedenheit oder von Glück. Er wünsche sich, sagt der 53-jährige Imam des muslimischen Vereins in Bern, «dass die Menschen Vielfalt als Bereicherung betrachten lernen».

Als Theologe, Imam und Prediger verfolge er das allem übergeordnete Ziel, Menschen nicht gegeneinander in Konflikte zu führen. Bei seiner Arbeit stehe das Interesse der Menschen im Vordergrund – «das Interesse der Religion darf ich nicht darüber stellen». Frieden, Toleranz, Akzeptanz – auf solche Werte «müssen wir unser Tun ausrichten», sagt Memeti und spricht plötzlich in der Wir-Form. Damit schliesst er alle ein, die wie er als Seelsorger arbeiten, «egal, ob es Christen, Juden, Muslime oder ­Buddhisten sind». Aber Memeti meint damit noch mehr, er meint «jeden Einzelnen» in der Gesellschaft. «Es gibt doch kein höheres Gut», sagt er, «als ein friedliches Leben, ein friedliches Zusammenleben.»

Wenn nicht zuoberst, steht irgendwo auf seinem Wunschzettel nicht doch noch ein Wunsch, der eine materielle Komponente aufweist? Eine Reise etwa? Er würde sich in Bern gern einmal eine schöne Wohnung kaufen, sagt Imam Memeti.

Der Bund

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