Die Uni Bern im Kampf um die «klügsten Köpfe»

Bern gehört nicht zu den bekanntesten Städten. Das erschwert die Suche nach Top-Leuten für die Uni.

Die Universität Bern gehört zu den 100 bis 150 besten Universitäten der Welt und damit zum «besten Prozent».

Die Universität Bern gehört zu den 100 bis 150 besten Universitäten der Welt und damit zum «besten Prozent». Bild: Adrian Moser

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Es ist ein schöner Wert: Die Universität Bern gehört zu den 100 bis 150 besten der Welt und damit zum «besten Prozent». Dies sagte Rektor Christian Leumann gestern an einem Mediengespräch zum Start des akademischen Jahres 2018/19.

Mit einem solchen Spitzenplatz allein ist es aber nicht getan. Denn ausschlaggebend für die Attraktivität einer Universität sind nicht allein ihre Ratingwerte in Bezug auf wissenschaftliche Leistungen; ins Gewicht fällt auch der Standort. Und hier ist Bern im Nachteil. Die Städte Zürich und Genf sind international bekannter. Dies bleibt nicht ohne Einfluss auf die Reputation ihrer Universitäten.

Auf Top-Personal angewiesen

Die Konsequenz liegt auf der Hand: Für die Universität Bern ist es nicht ganz so einfach, an Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher heranzukommen. Denn je höher die Reputation einer Universität ist, desto attraktiver ist sie für solche Leute.

Bern aber ist auf Top-Personal aus aller Welt angewiesen. Denn in «vielen Forschungsbereichen» ist die Universität laut Rektor Leumann international führend. In der Weltraumforschung beispielsweise sei die Führungsrolle seit 50 Jahren stetig ausgebaut worden; aktuell sei Bern an mehreren europäischen und US-amerikanischen Missionen beteiligt.

Berns Attraktivität aufzeigen

Aber wie kommt eine Universität in einer mittelmässig bekannten Stadt an solche Leute heran, wenn sie nicht von selber herbeiströmen? Um im internationalen Forschungswettbewerb konkurrenzfähig zu sein, setzt Bern etwa auf die gezielte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses – indem zum Beispiel die Rahmenbedingungen für eigene Forschung hervorragend ausgestaltet werden.

Der Kampf um die «klügsten Köpfe» beginnt zunehmend in einem frühen Stadium der Karriere. Deshalb bemüht sich auch die Universität Bern, das Interesse solcher Talente aus der Schweiz, aber auch aus dem internationalen Raum auf sich zu ziehen. So ist erst kürzlich die interdisziplinäre Sommerschule für Bachelorstudierende zum Thema Klimawandel zu Ende gegangen. Ein Ziel dieses Angebotes war es, die Attraktivität des Studienorts Bern aufzuzeigen.

Das neue Semester beginnt am Montag. Über 17'900 Studierende werden in Bern immatrikuliert sein. In den letzten zwanzig Jahren ist die Universität stark gewachsen. Im Jahr 2000 zählte sie erst etwas über 10'000 Studierende. Speziell dieses Jahr sind die 100 zusätzlichen Studienplätze im Fach Medizin.

PH Bern mit Nachfrageplus

Steigende Anmeldezahlen registriert auch die Pädagogische Hochschule Bern. Gemäss Mitteilung haben sich 824 Studierende angemeldet. Im Vorjahr waren es 774.

(Der Bund)

Erstellt: 14.09.2018, 06:37 Uhr

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