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Die Störche breiten sich in der Stadt Bern aus

Im Berner Elfenauquartier wurde ein zweites Storchenpaar gesichtet.

Diese beiden Störche in der Elfenau sind vielleicht nur auf der Durchreise.
Diese beiden Störche in der Elfenau sind vielleicht nur auf der Durchreise.
zvg

In der Elfenau gibts Besuch: Ein Storchenpaar ist am Wochenende gelandet. Die beiden haben sich auf dem Herrenhaus an der Elfenaustrasse auf dem Kamin abgesetzt und die Sonne genossen. Da momentan aber Zugzeit ist, kann es auch sein, dass sie auf der Durchreise sind – und lediglich eine Verschnaufpause eingelegt haben.

So meint Livio Rey von der Schweizerischen Vogelwarte, es sei schwierig, zu diesem Zeitpunkt zu beurteilen, ob sich das Paar einniste oder nicht. Eines steht jedoch fest: «Das sieht noch nicht nach einem Brutpaar aus», sagt Rey. Man müsse aber weiterhin beobachten, um abschliessend beurteilen zu können, ob es neben dem Breitsch-Storch einen brütenden Elfenau-Storch geben werde.

Im Breitsch bald zu sechst

Vor vier Jahren ist der erste Stadtberner Storch im Breitenrain angekommen. Das Paar hat sich auf dem Dach eines Armeegebäudes niedergelassen. Um das Geschehen mitverfolgen zu können, wurde neben dem Nest eine Kamera installiert. Diese schiesst alle fünf Minuten ein Foto.

Schon bald werden mehr als zwei Vögel zu sehen sein. Das Breitsch-Storchenpaar hat vier Eier gelegt und ist nun fleissig am Ausbrüten. Nachdem zuerst Frau Storch im Februar zum Horst zurückgekehrt war, rückte Herr Storch zwei Wochen später nach. Denn Weissstörche bleiben dem Brutplatz treu – dem Partner hingegen nicht zwingend.

In Münsingen hat sich ebenfalls ein Storchenpaar niedergelassen – auf dem Dach des Psychiatriezentrums. Eine neu installierte Webcam liefert auch dort regelmässig Bilder. Letztes Jahr zog das Paar drei Jungvögel auf, nun hat es fünf Eier gelegt.

Erfolg für den Naturschutz

Tierschützer freut dies, denn der Storch war ab 1950 in der Schweiz verschwunden. Aufwendige Wiederansiedelungsprojekte zeigten jedoch Wirkung. Im Jahr 2018 haben insgesamt 512 Paare in der Schweiz gebrütet, mit insgesamt 1066 Jungstörchen. Der Nachwuchs profitierte davon, dass es 2018 keinen Dauerregen während der Brutzeit und milde Nächte gab.

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