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«Die SP hat sich in falscher Sicherheit gewiegt»

Nach dem SP-Ultimatum steht das RGM-Bündnis auf der Kippe. Ziehen die Parteien allein in den Wahlkampf, sieht Politologe Adrian Vatter eine grosse Verliererin.

«Alle haben hoch gepokert»: Politologe Adrian Vatter zur Strategie der RGM-Parteien.
«Alle haben hoch gepokert»: Politologe Adrian Vatter zur Strategie der RGM-Parteien.
Franziska Scheidegger (Archiv)

Herr Vatter, die SP hat ihren Bündnispartnern GB und GFL gestern ein letztes Ultimatum gesetzt. Wie ernst ist die Lage tatsächlich?

Das ist sehr schwierig zu sagen. In diesem Konflikt hat sich die SP in eine Situation hineinmanövriert, in der die Partei fast nur verlieren kann. Das Ultimatum zeigt: Die SP strebt weiter eine Verhandlungslösung an, der Bruch von RGM ist nicht in ihrem Interesse. Passiert dies, würde die SP nach aussen als jene Partei auftreten, die das bewährte Bündnis nach 24 Jahren beerdigt hat. Das käme in der Öffentlichkeit nicht gut an. Die GFL hingegen befindet sich in einer Winner-Position, sie hat kaum etwas zu verlieren. Für das Profil der Partei wäre es wichtig, nach jahrelanger Abwesenheit wieder in den Gemeinderat einzuziehen. Darum tritt die GFL so offensiv an.

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