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Die Sorgen der frankophonen Berner

Kommt es zu einer regionalen Abstimmung über die Zukunft des Berner Juras, wollen die Behörden Biels, Leubringens und die französischsprachigen Einwohner der beiden Gemeinden rechtzeitig in die Vorbereitungen eingebunden werden. Das schreiben sie der Kantonsregierung.

(Archiv: Adrian Moser)
(Archiv: Adrian Moser)

Die Stadt Biel, der Rat für französischsprachige Angelegenheiten des zweisprachigen Amtsbezirks Biel (RFB) und die zweisprachige Einwohnergemeinde Leubringen/Magglingen machen diese Aussage in einer Stellungnahme zum sogenannten Bericht Schuler. Sie folgen damit einer Einladung des bernischen Regierungsrats. Dies geht aus am Dienstag den Medien zugestellten Unterlagen der drei Körperschaften hervor.

Professor Martin Schuler von der ETH Lausanne untersuchte im Auftrag der bernischen Kantonsregierung die Auswirkungen, welche ein allfälliger Zusammenschluss des Berner Juras mit dem Kanton Jura auf die Romands in Biel hätte. Er sagte Mitte April bei der Vorstellung des Berichts, dieser Zusammenschluss könnte bedeutsame negative Folgen für die Welschbieler haben.

Dies nicht unbedingt in wirtschaftlicher Hinsicht. Doch würde bei einer neuen Grenzziehung der Anteil der Französischsprachigen im neuen Kanton Bern nur noch zwei statt wie heute sieben Prozent betragen. In diesem Fall würde es gemäss Schuler schwierig für den Kanton Bern, seine zweisprachigen Strukturen zu erhalten.

«Gravierender als im Bericht dargelegt»

Die Stadt Biel, die Gemeinde Leubringen und der RFB finden, dass die Folgen für die Romands in diesen zwei Gemeinden noch «gravierender sein könnten als im Bericht dargelegt», wie sie in der Stellungnahme festhalten.

Deshalb müsse der Kanton den zweisprachigen Amtsbezirk - und Schulers Bericht - «bereits heute» bei den weiteren Schritten in Richtung allfällige Volksabstimmung berücksichtigen.

Es sei nämlich wahrscheinlich, dass in den kommenden Monaten definiert werde, wie der «Status quo » aussehen werde, den die Interjurassische Versammlung als zweite mögliche Entwicklung für die Region betrachtet. Gemeint ist der Verbleib des Berner Juras beim Kanton Jura, aber mit mehr Kompetenzen.

Dies, weil sich der Bernjurassische Rat für den Status quo ausgesprochen habe und der bernische Regierungsrat für 2013 eine Abstimmung anstrebe.

Kein Kommentar zu Abstimmung

Nicht äussern wollen sich die zwei Gemeinden und der RFB zur Frage, ob es die Volksabstimmung brauche. Getreu der Devise, in der Jurafrage eine aktive Neutralität einzunehmen, äusserten sie sich nicht, heisst es im Brief an den Regierungsrat.

SDA/dam

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