Die Schallmauer ist auf dem Gurten in Sichtweite

76'000 Besucher – trotz Regen und Wind: Das Gurtenfestival-Team zieht durchwegs positive Bilanz und gibt bereits den ersten Headliner für die Jubiläumsausgabe 2013 bekannt.

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Christoph Lenz@lenzchristoph

Gesamthaft 76'000 Besucher, drei ausverkaufte Festivaltage, Rekordzahlen am traditionell ruhigen Donnerstag, keine Absagen namhafter Bands und keine nennenswerten Zwischenfälle – das Team rund um Festival-Chef Philippe Cornu hatte gestern allen Grund, eine positive Bilanz des 29. Gurtenfestivals zu ziehen.

Besucherzahlen im Steigflug

Beeindruckend sind vorab die Besucherzahlen. Trotz des hart umkämpften Festivalmarktes und obwohl manchenorts die Kritik geäussert wurde, es fehlte dem diesjährigen Programm am ganz grossen Zugpferd, verzeichnete das Gurtenfestival heuer so viele Gäste wie seit etlichen Jahren nicht mehr. Nachdem die Besucherzahlen Mitte der Nullerjahre bedrohlich gegen die 60'000er-Marke tendierten, befinden sie sich seit rund fünf Jahren wieder im Steigflug – und nähern sich allmählich der Kapazitätsgrenze von 80'000 Besuchern.

Für Gurtenfestival-Mediensprecher Micha Günter hat der Aufwärtstrend mehrere Gründe: «Zum einen geniesst das Gurtenfestival wieder einen höheren Stellenwert im Sommerkalender der Leute.» Das zeige sich etwa daran, dass der Vorverkauf bereits sehr früh im Jahr stark anziehe. «Zum anderen erleben die Festivals generell einen Aufschwung, derweil Grosskonzerte, etwa jenes von Springsteen, weniger Zuspruch finden.»

Regen, Wind und Sonnenschein

In Atem gehalten hat die Festivalorganisatoren während der letzten vier Tage insbesondere das Wetter, wie Günter erklärte. «Nicht nur das Musikprogramm war abwechslungsreich, auch wettermässig haben wir alles gesehen. Regen, Sonne und teilweise starken Wind.» Die Anlagen und Bauten hätten der Witterung aber problemlos standgehalten. «Die Leute, die für den Aufbau zuständig waren, haben einen super Job gemacht», lobte Günter. Auch Philippe Cornu hatte am Wetter wenig auszusetzen: «Klar, der Regen müsste nicht sein. Aber wir ziehen kühlere Temperaturen der grossen Hitze vor. Es gibt weniger Zwischenfälle.»

Wie sich gestern Abend zeigte, wurde das Gurten-Gelände aber einmal mehr durch die Regenfälle und den Publikumsandrang in Mitleidenschaft gezogen. Stellenweise erinnerte die Gurten-Wiese eher an einen Sumpf, als an eine Grünanlage. Festival-Chef Philippe Cornu zeigte sich indes zuversichtlich, dass sich der Rasen rasch erholen werde. «Grössere Schäden am Gelände konnten wir verhindern.»

Lorbeeren für das Publikum

An der gestrigen Medienkonferenz verteilten die Veranstalter zudem reichlich Lorbeeren. Einerseits an die Künstler Lenny Kravitz und Patent Ochsner, die mit ihren Auftritten vom Freitag und Samstag für «magische Momente» gesorgt hätten. Andererseits lobten Cornu und Günter das Berner Publikum, das sich etwa beim Konzert von Züri West von seiner besten Seite gezeigt habe. «Es hat das ganze Konzert durchgeregnet, trotzdem war der Bereich vor der Hauptbühne voller begeisterter Besucher. Das war wirklich schön», so Günter.

Gestern richteten die Organisatoren ihren Blick bereits gen 2013: Mitte Juli soll dann das 30. Gurtenfestival über die Bühne gehen. Spät am Abend gaben die Organisatoren bereits einen der Headliner der Festivalausgabe bekannt. Es sind dies die Toten Hosen.

Der Bund

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