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Die Politik muss ihren Spielraum nutzen

Mit der Posse um das angebliche «Spielverbot» für Kinder im Innenhof der alten Berner Feuerwehrkaserne hat sich der Rechtsstaat ad absurdum geführt.

Gemeinderat Schmidt hat einen Ausweg aus einer absurden Situation gefunden – doch die Stadt hat ein grundsätzliches Problem mit Zwischennutzungen. Blick in die alte Feuerwehrkaserne Viktoria. (Archiv)
Gemeinderat Schmidt hat einen Ausweg aus einer absurden Situation gefunden – doch die Stadt hat ein grundsätzliches Problem mit Zwischennutzungen. Blick in die alte Feuerwehrkaserne Viktoria. (Archiv)
Adrian Moser

Es hat gedauert, bis die ersten Flüchtlinge ins Asylzentrum der alten Feuerwehrkaserne einziehen konnten. Das Einspracheverfahren zog sich über Monate hin. Als die Asylsuchenden schliesslich da waren, stellte sich – offenbar völlig überraschend – ein neues Problem: Wo sollen die Kinder spielen? Schliesslich war die Nutzung des Innenhofs «nicht Gegenstand des Baugesuchs für die Asylunterkunft», wie sich Regierungsstatthalter Christoph Lerch (SP) ausdrückt. Und auch die Gewerbler des Vereins Alte Feuerwehr Viktoria haben nur beschränkte Sympathien für die Kinder. Schliesslich stehen sie ihrerseits in Verhandlungen mit Einsprechern über die Nutzung des Innenhofs. Kinderlärm könnte die lärmgeplagten Anwohner da nur unnötig provozieren.

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