Zum Hauptinhalt springen

Die neue Anzeigetafel ist weniger cool

Die neue Anzeigetafel im Berner Bahn­hof ist ein leuchtendes Beispiel für die Stolpersteine der Energiewende. Sie ist zwar schick – braucht aber mehr Energie als die alte.

«Eigentlich sollten wir sie ja wollen, die Energiewende – aber wollen wir auch genug, wenn jede einzelne Massnahme immer wieder in die falsche Richtung zeigt?» Diese Aussage stammt von André Masson. Der pensionierte Physiklehrer aus Langenthal ist seit Jahren mit Wärme­bildkameras unterwegs. Er hat dank dieser Geräte einen ganz speziellen Blick auf die Welt. Durch das Auge der Kamera teilt sich diese in Temperaturbereiche auf. Dunkel heisst kalt, hell heiss. Oder anders gesagt: Wo es hell ist, ist Energie im Spiel.

Masson interessiert sich dabei vor ­allem für Orte, wo Energie sichtbar wird, wo sie eigentlich nicht sichtbar werden sollte. Fenster oder Liftschächte zum Beispiel, die schlecht isoliert sind. Oder Abluftsysteme, wo grosse Mengen Energie einfach in die Atmosphäre hinaus­geblasen werden – so wie auf dem Dach eines Rechenzentrums in Langenthal (siehe «Bund» vom 15. Juli 2014). Diesmal hat Masson seine Kamera auf die neue Anzeigetafel im Bahnhof Bern gerichtet.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.