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Die Stadtberner Nachtleben-Lobby schläft online

Auf dem Internet scheinen die Buck und der Verein Pro Nachtleben eingeschlafen zu sein. Die Mitglieder wehren sich aber gegen die Vorwürfe, ihr Verein sei nicht mehr aktiv.

Berner Nachtleben in der Aarbergergasse.
Berner Nachtleben in der Aarbergergasse.
Manu Friedrich

«Schlagkräftiger» wollten sie werden, «ihre Kräfte bündeln»: Als die ersten Pläne des Zusammenschlusses des Vereins Pro Nachtleben und der Bar- und Clubkommission (Buck) bekannt wurden, war viel Elan zu spüren. Inzwischen ist es um die Lobbyarbeit für ein attraktiveres Nachtleben aber still geworden. Vor gut einem Jahr unterschrieben Remo Sägesser, Präsident von Pro Nachtleben Bern, und Buck-Präsident Adrian Iten schliesslich ihren Fusionsvertrag, der beide Organisationen zusammenführte («Bund» berichtete). Mit Aktionen wie dem «Tag der offenen Clubtüren» setzten sich die Kommission und der Verein für das Berner Nachtleben ein. Auch dieses Jahr, am kommenden Samstag, soll das Event stattfinden – nur bekommt man davon nicht viel mit, jedenfalls nicht auf den Websites der Vereine. «Wir planen den gemeinsamen Auftritt mit Buck», sagt Sägesser, der mit Iten das Co-Präsidium der fusionierten Vereine führt, zu der Tatsache, dass die Internetseite von Pro Nachtleben Bern immer noch für den vergangenen Anlass 2016 wirbt. Geplant sei eine gemeinsame Website mit neuem Logo, weshalb die Seite eigentlich ausser Betrieb sei, sagt er. Gegen den Eindruck, dass das Engagement der zwei Organisationen ziemlich eingeschlafen sei, wehrt sich Sägesser.

Auch Manuel C. Widmer, Stadtrat (GFL) und Vorstandsmitglied der Buck, ist die fehlende Kommunikation auf den Websites bewusst: Seit einem Jahr steht die Website der Buck still. Widmer betont, dass der Verein Probleme mit der Technik habe. Dennoch «schlafe der Verein nicht», sondern sei noch immer aktiv. Eine Aktion mit Bierdeckeln in den Berner Beizen sei beispielsweise geplant, womit für die kommenden Wahlen der Regierungsstatthalterinnen und -statthalter am 21. Mai 2017 für Claude Grosjean (GLP) geworben werden soll. «Auf Facebook ist der Anlass Tag der offenen Clubtüren aber aufgeschaltet», so Widmer.

Selbstkritisch äussert sich Co-Präsident Adrian Iten: «Ich gebe zu, die Kommunikation über den Anlass im Internet lässt zu wünschen übrig.» Da die Arbeit beim Verein auf freiwilliger Arbeit bestünde und alle Mitglieder daneben noch Berufe ausübten, zögen sich Probleme wie diejenigen mit der Internetkommunikation halt in die Länge. Der Verein sei trotz technischen Verzögerungen auf Kurs. «Bei Bedarf unterstützen wir die Nachtclubs und begleiten sie in ihren Anliegen», so Iten. Auch wenn auf Facebook auf dem Titelbild noch die falsche Jahreszahl steht, so findet der Anlass laut Iten diesen Samstag statt.

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