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Die Jungparteien von Rot-grün-Mitte stellen die Bündnisfrage

Juso, Junge Alternative und Junge Grüne sind verärgert, dass die Grüne Freie Liste (GFL) die Reitschule im Berner Stadtrat «nur teilweise» unterstützt hat.

Einstehen für die Reitschule: Philipp Zimmermann (Junge Grüne), Rahel Ruch (JA) und Dominik Fitze (Juso).
Einstehen für die Reitschule: Philipp Zimmermann (Junge Grüne), Rahel Ruch (JA) und Dominik Fitze (Juso).
Thomas Reufer

Stadträtin Rahel Ruch nimmt kein Blatt vor den Mund: «Die Geduld der Jungen Alternative (JA) mit der Politik der GFL ist erschöpft.» In den letzten Monaten und Jahren sei die GFL in zentralen Fragen immer wieder von der Haltung der rot-grünen Parteien abgewichen. So habe die GFL den Wechsel in der Kinderbetreuung zum marktwirtschaftlich orientierten Gutscheinmodell und die Erhöhung des Rentenalters für städtische Angestellte gutgeheissen. Diese Woche habe die Partei im Stadtrat gemeinsam mit den Bürgerlichen den vierjährigen Leistungsvertrag mit der Reitschule gekippt. «Für uns ist das Mass nun voll», sagt Ruch. Die JA, die Juso und die Jungen Grünen haben gestern bekannt gegeben, dass sie ihre Unterstützung für die gemeinsame Wahlliste der Rot-grün-Mitte-Parteien (RGM) vorläufig einstellen. Solange die GFL bei der RGM-Liste mitmache, wollten sie auch keine «Junge Kandidatur» aufstellen. «Die GFL hat wiederholt bewiesen, dass sie die Reitschule nur teilweise unterstützt.» Das fehlende Bekenntnis zur Reitschule sei für sie aber ein «wichtiges Ausschlusskriterium», halten die Jungparteien fest.

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