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Die grosse Eisschmelze

Moränenwälle zeugen im Hinteren Lauterbrunnental von früheren Hochständen der Gletscher und führen vor Augen, dass das Eis seit 1850 stark geschwunden ist.

Andreas Wipf ist im Hinteren Lauterbrunnental ein bekanntes Gesicht. Beim Berggasthaus Tschingelhorn erkennt ihn ein Gast an einem der Tische, die am Wanderweg stehen: «Wachsen sie wieder?», fragt der Einheimische. «Mindestens für die nächsten 10 bis 20 Jahre bin ich nicht optimistisch», entgegnet Wipf. Die Rede ist von den Gletschern, die im Hinteren Lauterbrunnental Tschingel-, Wetterlücken-, Breithorn-, Hindre und Vordre Schmadrigletscher heissen. Seit über 20 Jahren schmelzen sie – und zahlreiche andere Gletscher rund um den Globus – aufgrund steigender Temperaturen stetig. Mehr oder weniger stark, je nachdem, wie hoch und in welcher Exposition sie liegen, wie gross und wie hoch hinauf ihr Einzugsgebiet reicht und wie die Topografie beschaffen ist. Wenn sich die Gleichgewichtslinie, die Grenze zwischen Nähr- und Zehrgebiet eines Gletschers, immer weiter nach oben verschiebt, verliert er zusehends an Masse – wird kürzer und dünner, Jahr für Jahr.

Klimawandel für alle erlebbar

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