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Die Geisterstadt im Stöckacker-Süd

Immer weniger Leute leben in der Siedlung an der Berner Bethlehemstrasse. Das einst viel belebte Viertel geht still und fast widerstandslos seinem Ende entgegen.

Das einst rege belebte Viertel an der Bethlehemstrasse geht still und fast widerstandslos seinem Ende entgegen.
Das einst rege belebte Viertel an der Bethlehemstrasse geht still und fast widerstandslos seinem Ende entgegen.
Adrian Moser
Die Siedlung an der Bethlehemstrasse wird im Frühjahr 2013 abgerissen, um einem Neubau Platz zu schaffen.
Die Siedlung an der Bethlehemstrasse wird im Frühjahr 2013 abgerissen, um einem Neubau Platz zu schaffen.
Adrian Moser
Ende April müssen die letzten Mieter ausgezogen sein; die alte Siedlung wird im Sommer abgerissen.
Ende April müssen die letzten Mieter ausgezogen sein; die alte Siedlung wird im Sommer abgerissen.
Adrian Moser
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Ein paar Bäume warten auf ihren Kahlschlag, die neun Wohnblöcke rund um den Park ebenso. Viele Mieter sind längst ausgezogen, Blumentöpfe leer und Fensterläden geschlossen. Für immer. Zwischendurch zeugt ein Spitzenvorhang am Fenster davon, dass hinter der Fassade doch noch Menschen leben. Noch bis Ende April 2013, dann müssen die alten Häuser dem städtischen Bauprojekt Stöckacker-Süd weichen. Einer dieser Menschen, die bis zum bitteren Ende bleiben, ist der 84-jährige Heinz Keusen. Er sortiert bereits sein Hab und Gut, deponiert Bücherkisten im Treppenhaus. «Es ist niemand mehr im Haus, den ich stören könnte», sagt er. Seit 55 Jahren wohnt er an der Bethlehemstrasse. In seinem Block ist er jetzt der letzte Mieter. Wehmut? «Es muss weitergehen.»

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