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Die einfache Lösung: Holzpellets statt Erdgas

Ein hundertjähriges Mehrfamilienhaus in Bern wird seit 2011 mit Holzpellets beheizt. Die Investition wird durch tiefere Heizkosten belohnt.

«Das wird doch viel zu teuer», war die erste Reaktion, als eine Mitbesitzerin den anderen Stockwerkeigentümern vorschlug, das fünfstöckige Mehrfamilienhaus im Berner Breitenrainquartier mit erneuerbarer Energie zu heizen. Ein Entscheid stand an, weil die Gaszentralheizung ersetzt werden musste.

Miteigentümer Marco Thürlemann, Architekt bei der Bau- und Schreinereigenossenschaft Manus, klärte die Sache ab. Es zeigte sich, dass eine Holzpellet-Heizung mit 55'000 Franken in der Tat gut doppelt so teuer ist wie eine neue Gasheizung. Die fünf Stockwerkeigentümer entschieden sich dennoch für Holz. Eine gewisse Rolle spielte, so Thürlemann, «das Zückerchen» des Kantons, der im Rahmen seines Gebäudeprogramms rund 5000 Franken an die Investition beisteuerte. Den Ausschlag gab aber die Lebensdauer: Bei einer Holzpellet-Heizung geht man von rund 30 Jahren aus – doppelt so lang wie bei einer Gasheizung.

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