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Die Bärenjungen sind munter

Bärenwärter Walter Bosshard geht davon aus, dass die beiden Bärenkinder gesund sind – auch die Mutter Björk scheint fit zu sein. – Mit Webcam.

Die beiden Bärenkinder sollen Urs und Berna heissen. Weiss man denn schon, ob es sich wirklich um ein Männchen und ein Weibchen handelt?

Walter Bosshard: Wir können es nicht mit Sicherheit sagen. Die Wahrscheinlichkeit ist aber relativ gross. Es ist häufig so, dass die Bärin Junge mit unterschiedlichem Geschlecht wirft. Es gibt aber keine Garantie.

Was macht man dann mit den Namen, wenn es nun zwei Bärenmädchen sein sollten?

Das müssen die Namensgeber entscheiden. (Anmerkung der Redaktion: Bei der Namensgebung darf auch die Mobiliar-Versicherung als Sponsor des Bärenparks mitentscheiden.)

Es hiess, die Bärenjungen seien rund 3,5 Kilogramm schwer. Woher wissen Sie das? Es kann ja niemand zu Björk in die Höhle.

Die Bären sind sehr wahrscheinlich Mitte Dezember auf die Welt gekommen. Bei der Geburt sind die Jungen rund 300 bis 400 Gramm schwer. Auf der Webcam sehen wir, dass sie ungefähr 30 bis 40 Zentimeter lang sind. Das bedeutet ein Gewicht von etwa 3 bis 3,5 Kilogramm.

Sind die kleinen Bärchen gesund?

Soweit wir das beurteilen können: Ja. Sie sind munter, bewegen sich im Nest, kraxeln auf dem Gras und dem Heu herum. Lange sah man sie fast nicht.

Die Mutter Björk ist nicht immer in der Höhle. Was tut sie in dieser Zeit?

Sie geht nie weit von der Höhle weg, vielleicht zehn Meter, aber nicht mehr. Sie frisst Gras oder liegt vor dem Höhleneingang in der Sonne. Sie versperrt dabei den Eingang und hat die Jungen unter Kontrolle. Es ist offenbar noch nicht Zeit, dass die Jungen ins Freie dürfen. Sie scheint gut «zwäg», wegen der Kinder hat sie natürlich viel länger Winterruhe gemacht als Finn, der fast keine Ruhephase eingelegt hat und meistens draussen im Bärenpark zu sehen ist. Björk hat sich Mitte November in die Höhle zurückgezogen.

Wann, denken Sie, werden die Jungen zum ersten Mal ins Freie gehen?

Das ist sehr schwierig zu sagen. Vielleicht in einer Woche, vielleicht erst in drei Wochen. Das kommt auf Björk und das Wetter an.

Wie lange bleiben die Bärenkinder bei ihrer Mutter?

In der Wildnis bleiben die Jungen zwei bis drei Jahre bei der Mutter. In Gefangenschaft legen die Tiere wegen des grossen Nahrungsangebots schneller an Gewicht zu. Mit der Zeit ernähren sich die Jungen dann nicht mehr nur von der Milch der Mutter. Irgendwann «klemmt» die Mutter ab und es gibt keine Milch für die Jungen mehr.

Björk und die Jungen werden vom Vater Finn getrennt. Finn würde die Kleinen auffressen, heisst es. Warum ist das so?

Es liegt in der Natur der Bären, da kann man nicht menschliche Massstäbe anlegen. Sie sind Einzelgänger, leben nicht in einer Gruppe. Männliche Bären haben keine Vatergefühle, sie fressen, was ihnen über den Weg läuft, wenn sie Hunger haben. Finn wird darum weiterhin in seinem Teil des Bärenparks bleiben müssen.

Kommen nun viel mehr Besucherinnen und Besucher in der Bärenpark?

Am Sonntag hatten wir mehrere Tausend Besucher. Zu diesem Zeitpunkt wusste die Öffentlichkeit aber noch nicht über den Nachwuchs Bescheid. Gestern Montag hatten wir nicht so viele Besucher, aber das ist eigentlich immer so an einem Montag. Wir rechnen aber schon mit steigenden Besucherzahlen. Das nächste Wochenende wird uns einen Anhaltspunkt liefern.

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