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Die Aare-Temperatur im freien Fall

Über Nacht kühlte sich das Wasser um 8,1 Grad ab. Der Hydrologe Daniel Streit erklärt, warum.

Am Mittwoch ist die Aare nach einigen sehr warmen Tagen abrupt kälter geworden.
Am Mittwoch ist die Aare nach einigen sehr warmen Tagen abrupt kälter geworden.
zvg/aaremarzili.info

Das gab es seit 2005 nicht mehr: Gestern war die Aare noch lauwarm, heute Vormittag empfahl aare.guru das Baden dann «nume für Herti»: Innert weniger als 24 Stunden ist die Temperatur der Aare von gut 22 auf 14 Grad gesunken.

Der krasse Temperatursturz ist laut Daniel Streit, Hydrologe beim Bundesamt für Umwelt (Bafu), ein Windphänomen. «Ob die Aare kalt oder warm ist, entscheidet sich vor allem im Thunersee. Wir hatten gestern in der Region Thun starken Westwind. Dieser blies die oberste warme Wasserschicht, welche sich an der Sonne aufgewärmt hatte, Richtung Interlaken.» Das warme Wasser wird da in die unteren, kälteren Wasserschichten gedrückt. Diese wiederum «kehrt es nach oben» in Richtung Thun, wo sie in die Aare fliessen. «Das Wasser zirkuliert im Thunersee, und mit der Zirkulation verändert sich die Temperatur des ausfliessenden Wassers.»

Temperaturstürze werden in der Aare zwischen Thun und Bern oft beobachtet. Ein Sprung von 8,1 Grad sei jedoch nicht alltäglich. Für die nächsten perfekten Aarebedingungen heisst es nun Warten: «Bis das Wasser wieder derart aufgewärmt wird, braucht es einige Tage mit hoher Sonneneinstrahlung», so Streit.

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