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Der Storch ist zurück

Das Nest im Berner Breitenrainquartier ist wieder besetzt.

Der Storch ist gelandet: Der Storch am Mittwochvormittag auf dem Dach des Armeegebäudes im Breitenrain.
Der Storch ist gelandet: Der Storch am Mittwochvormittag auf dem Dach des Armeegebäudes im Breitenrain.

Im Breitenrainquartier gibts wieder Besuch. Der Storch ist zu seinem Nest auf dem Dach des Armeegebäudes zurückgekehrt. Einen Tag früher als im letzten Jahr. Dass der Storch nun schon zum vierten Mal im Horst in der Stadt landet, ist ein gutes Zeichen. «Hat der Storch an einem Ort erfolgreich gebrütet, kommt er in der Regel zurück», sagt Livio Rey von der Schweizerischen Vogelwarte. Störche seien grundsätzlich dem Brutplatz treu, nicht dem Partner. 2016 hat der Storch zum ersten Mal in Bern gebrütet. Drei Küken schlüpften, starben aber durch zu kaltes und nasses Wetter. In den Folgejahren ist die Brut geglückt. Letztes Jahr haben sogar drei Störchlein überlebt. «Mit jeder Brut haben die Störche mehr Erfahrung bei der Jungenaufzucht», sagt Rey.

Erfolg für Naturschützer

In der Stadt Bern ist es das einzige Storchennest. Zwar sucht der Storch die Nähe zum Menschen. «Die Erzählung, der Storch bringe die Kinder, hat ja seine Berechtigung», sagt Rey. Die Brut in der Stadt ist dennoch eine Ausnahme. Das Nordquartier ist umgeben von Grünflächen, die wichtig sind für den Storch zur Nahrungssuche. Ein Nest in der Innenstadt ist zwar nicht unmöglich, jedoch unwahrscheinlich, erklärt Rey. «Beim Storch ist man aber immer wieder erstaunt, wie gut er sich anpassen kann.»

1950 ist der Weissstorch aus der Schweiz verschwunden. Verschiedene Naturschutzvereine setzten sich dafür ein, das zu ändern. Die Wiederansiedelungsprojekte zeigten Wirkung. Heute gibt es schätzungsweise 370 bis 460 Storchenpaare.

Herr Storch kommt nach

Normalerweise komme zuerst das Männchen an, um für das Weibchen das Nest vorzubereiten und auszubessern, erklärt Rey. In Bern scheint es aber Frau Storch zu sein, die vor Herrn Storch angekommen ist. Bereits letztes Jahr ist das Storchenweibchen gut eine Woche vor dem Männchen zum Nest geflogen. Die Geschlechter sind von Auge nicht zu unterscheiden. Daher werden die Tiere, falls möglich, mit einem Ring versehen. Frau Storch trägt einen gelben am linken Bein.

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