Der Migrationsdienst sucht eine neue Heimat

Der Mietvertrag des kantonalen Amtes wurde gekündet. 53 Wohnungen sollen stattdessen im Haus an der Eigerstrasse in Bern Platz finden.

In diesem Haus entstehen 53 Wohnungen.

In diesem Haus entstehen 53 Wohnungen. Bild: Manuel Zingg

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Dort, wo heute der Migrationsdienst des Kantons Bern beheimatet ist und Beamte Einbürgerungsgesuche bearbeiten, sollen in Zukunft Wohnungen entstehen. 53 Appartements sollen dereinst an der Eigerstrasse 73 entstehen, das geht aus dem publizierten Baugesuch hervor. Geplant sind 1,5- bis 3,5-Zimmer-Wohnungen im mittleren bis gehobenen Standards, zuoberst entsteht eine gemeinsame Dachterrasse für die Bewohner. Dazu sind – ganz gemäss dem Motto «urban living» – separat zumietbare Gartenabteile auf dem Dach geplant.

Das Amt für Gebäude und Grundstücke bestätigt auf Anfrage, dass das Amt für Migration und Personenstand aufgrund der anstehenden Gesamtsanierung des Gebäudes aus der Eigerstrasse 73 ausziehen muss. Der Auszug sei für das 4. Quartal 2019 geplant.

«Die Evaluation und die Beschlussfassung zum neuen Standort sind zurzeit noch im Gang», schreibt die Medienabteilung weiter. Der neue Standort würde voraussichtlich bis Ende Frühjahr 2018 kommuniziert.

Aus Büros werden Wohnungen

Im Untergeschoss an der Eigerstrasse bezog im letzten Jahr die Künstlerin Chantal Michel die Räume mit ihrem Kunstprojekt. Der 1967 gebaute Gebäudekomplex verfügt über einen Lift, der von der Wohnung im 6. Stock durch das ganze Gebäude bis auf die Aarehöhe runterführt. Die Eigentümerin des Hauses will sich zu einem späteren Zeitpunkt zum Bauprojekt äussern. Frühestens einziehen können die ersten Mieter wohl gegen Ende 2020.

So soll das Haus nach dem Umbau aussehen. Bild: zvg

Damit reiht sich das Haus an der Eigerstrasse in eine Reihe von Berner Bürogebäuden, die wegen in der Stadt Bern herrschender Wohnungsknappheit zu Wohngebäuden umgebaut werden. So sind neue Wohnungen auch im einstigen Swisscomhochhaus an der Ostermundigenstrasse geplant, genauso in der Schönburg, dem ehemaligen Hauptsitz der Post. Dort soll ein hochwertiger Wohn- und Hotelkomplex entstehen.

(sie)

Erstellt: 12.01.2018, 14:43 Uhr

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