Zum Hauptinhalt springen

Der IZRS macht in den Golfstaaten nicht nur Werbung

Laut dem ehemaligen Vorstandsmitglied des Islamischen Zentralrats, Oscar Bergamin, hat Nicolas Blancho in Kuwait und Katar Spendengelder entgegengenommen.

Nicolas Blancho, IZRS-Präsident, an der Jahresversammlung in Biel im Februar 2011.
Nicolas Blancho, IZRS-Präsident, an der Jahresversammlung in Biel im Februar 2011.
Keystone

Vor zwei Wochen wurde publik, dass der Islamische Zentralrat (IZRS) in Bern eine grosse Moschee bauen will. Die Gelder dazu sollen aus der Golfregion stammen. Gelder seien noch keine geflossen, hatte Blancho damals versichert.

Dem widerspricht nun Oscar Bergamin, der bis im vergangenen Herbst Vorstandsmitglied des IZRS war. Im Interview mit der «Sonntagzeitung» sagt er, er habe beobachtet, wie Blancho in Kuwait City ein Couvert mit Bargeld von einem Geschäftsmann entgegengenommen habe. Auf ihrer Spendensuche in Kuwait und Katar hätten sie viele Leute getroffen – Geschäftsmänner, Regierungsverterter und Vertreter von Wohltätigkeitsorganisationen.

Bergamin macht ausserdem geltend, der IZRS-Präsident habe einen Teil des Geldes im Gepäck über die Grenze bringen wollen. Dabei seien 50'000 Franken gestohlen worden.

Der Bündner Konvertit Bergamin war aus dem Vorstand des IZRS ausgetreten, weil ihm eine Auszeit verwehrt worden war. Seine Aussagen über Blanchos Spendensuche in der Golfregion begründet er damit, dass er «gegen Geheimniskrämerei und Lügerei» sei.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch