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Der Engel und das Mondgesicht

Pari Maleki ist eine der bekanntesten Sängerinnen des Iran – und zurzeit am Buskers zu Gast. Mit ihrer Schwester, einer britischen Lady, trifft sie sich in Bern. Was sie erzählen, lehrt einiges über den Iran.

Die Sängerin Pari «der Engel» Maleki (r.) mit ihrer Schwester Mahjabeen «Mondgesicht» Garfield im Berner Hotel National.
Die Sängerin Pari «der Engel» Maleki (r.) mit ihrer Schwester Mahjabeen «Mondgesicht» Garfield im Berner Hotel National.
Adrian Moser

Es ist rührend. Wie die beiden Schwestern nebeneinandersitzen, hier, in Bern, im Hotel National, und zusammen ihre Kindheit rekapitulieren. Wie die eine erzählt und die andere den Kopf in den Nacken legt und lächelt, zurückdenkt an die sorglosen Tage in Teheran. Wie sie diskutieren, warum aus der einen, aus Pari Maleki, eine der bekanntesten Sängerinnen des Iran geworden ist. Und das in einem Land, in dem es manchen politischen und religiösen Führern am liebsten wäre, es gäbe keine singenden Frauen. Und wie es kam, dass die zwei Jahre ältere, 62-jährige Mahjabeen den Nachnamen Garfield trägt, in Maidenhead nahe London wohnt, in London eine Zweitwohnung ihr eigen nennt und sagt, ausser ihrer Familie vermisse sie nichts aus dem Iran, gar nichts vermisse sie. Pari Maleki tritt heuer zum zweiten Mal am Buskers auf, ihre Schwester ist aus England angereist, um sie zu treffen. Nun sitzen sie da, lachen, schwelgen in Erinnerungen, reden über ihre Heimat.

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