Der Brasilianer und das Münster

Der brasilianische Bauzeichner Luciano Dos Santos zeigt im Berner Münster die Entwicklung der gotischen Architektur anhand von 17 Kathedral-Modellen.

Der 34-jährige Brasilianer Luciano Dos Santos stellt im Berner Münster seine Modelle von gotischen Kathedralen aus.

Der 34-jährige Brasilianer Luciano Dos Santos stellt im Berner Münster seine Modelle von gotischen Kathedralen aus. Bild: zvg

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Mit dem Münster unter dem Arm spazierte Luciano Dos Santos ins Münster, wie der Siegrist Felix Gerber erzählt. Nun ist dieses kleine Münster Teil einer Ausstellung von 17 Modellen gotischer Kathedralen, die noch bis am 11. November im Berner Münster gezeigt wird. Sie alle hat der brasilianische Bauzeichner Luciano Dos Santos im Massstab 1:200 detailgetreu nachgebaut.

Nebst dem Berner Münster stehen da unter anderem die Kathedralen von Lausanne und Freiburg, oder die Pariser Notre-Dame, und lassen sich dadurch direkt vergleichen. Die Ausstellung zeichnet die Entwicklung der gotischen Architektur nach. Das Berner Münster ist darin ein wichtiger Zeuge der Spätgotik. «Und sein Turm ist der höchste mittelalterliche Turm in der Schweiz», erklärt Dos Santos, der täglich in der Ausstellung präsent ist.

Dos Santos lebt seit vier Jahren in der Schweiz. Er zog der Arbeit wegen von Frankreich nach Freiburg. Doch ursprünglich kommt er aus Brasilien. Vor acht Jahren wanderte er aus. In Frankreich entdeckte er die gotische Architektur. «Ich habe mich in die Schönheit der mittelalterlichen Architektur verliebt», sagt er.

Mit dem Modellbau begann er 2005. In einer ersten Ausstellung, noch in Brasilien, zeigte er die wichtigsten Hochhäuser der Welt. An der aktuellen Ausstellung arbeitete Dos Santos fast drei Jahre in seiner Freizeit. Denn pro Modell benötigt er bis zu drei Monate Zeit. Zuerst studiert er die Literatur und allfällige Pläne einer Kathedrale. Dann reist er hin und fotografiert sie aus jedem möglichen Blickwinkel. Schliesslich baut er die Gebäude in seinem Atelier in Freiburg mit Karton und kleinem Holz wie Zündhölzern und Zahnstochern nach. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 01.11.2018, 14:00 Uhr

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