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«Der Alltag ist im Moment ziemlich normal»

Die 27-jährige Studentin Robine Kellerhals aus Bern widmet sich in Kairo ihren wissenschaftlichen Arbeiten und versucht, sich vom blutigen Konflikt in Ägypten nicht beirren zu lassen. «Krass» findet sie, wie wenig sie von der Gewalt derzeit mitbekommt.

«Arabisch ist meine Leidenschaft», sagt die Bernerin Robine Kellerhals, die derzeit in Kairo lebt.
«Arabisch ist meine Leidenschaft», sagt die Bernerin Robine Kellerhals, die derzeit in Kairo lebt.
Giulio Piscitelli

Samstagmorgen, ein Tag nach dem «Freitag des Zorns» in Kairos Innenstadt in einem Strassencafé: Ein paar Einheimische sitzen an bunten Plastiktischen, Musik spielt im Hintergrund. Das Gegenüber, eine junge Frau, spricht Berndeutsch und nippt entspannt an ihrem Kaffee. Sie hat die Beine übereinandergeschlagen, ihr braunes Haar fällt offen um den Hals, und man geriete vielleicht in Versuchung, zu vergessen, wo man sich befindet – wäre da nicht zwischen zwei Palmen das Bild des einstigen ägyptischen Präsidenten Nasser aufgespannt, dessen starker Hand in Ägypten heute viele nachtrauern. Es erinnert daran, dass in dem Land, in dem man sich befindet, dieser Tage zahlreiche Menschen ihr Leben in einem Konflikt zwischen Ägyptern und Ägyptern gelassen haben.

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