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Demonstranten provozieren Eingriff der Polizei mit Gummischrot

Rund 300 Personen protestierten mit einem Umzug gegen die polizeiliche Hausräumung an der Effingerstrasse in Bern.

Demonstranten protestieren die Räumung der Liegenschaft an der Effingerstrasse 29 am Abend des 22.02.
Demonstranten protestieren die Räumung der Liegenschaft an der Effingerstrasse 29 am Abend des 22.02.
Gianna Blum

Nach der heftigen Räumung der Liegenschaft an der Berner Effingerstrasse 29 durch die Polizei am Mittwoch Morgen ist es am späten Abend zu einer Protestaktion gekommen. Rund 300 Personen folgten einem Aufruf auf Facebook, an der Solidaritätsaktion für die festgenommenen Hausbesetzer teilzunehmen.

Der Demonstrationszug, darunter viele vermummte Personen, forderte «mehr Freiräume». Er startete bei der Berner Reitschule, zog Richtung Henkerbrünnli zum Bierhübeli hoch, dann via Mittelstrasse in Richtung Länggassstrasse. Unterwegs werden Wände versprayt, Telefonzellen eingeschlagen und Reifen bei einer Garage gestohlen.

Die Polizei war von Anfang an präsent. Zwei Kastenwagen markierten beim Hirschengraben Präsenz. Die Polizisten blieben vorerst im Hintergrund. In der Länggasse ist es dann aber zur Auseinandersetzung gekommen, wie eine «Bund»-Reporterin berichtet.

Vor dem Café Parterre an der Länggassstrasse hat die Polizei in den Umzug eingegriffen, worauf sich die Demonstration geteilt hat. Zum Schluss hat sich ein Grossteil der Teilnehmenden wieder bei der Reitschule eingefunden. Dort hat die Polizei sowohl das Bollwerk wie auch die Lorrainebrücke abgesperrt.

Nach 22 Uhr hat sich die Lage offenbar wieder beruhigt. Die Polizei reagierte etwas später mit einer Medienmitteilung. Sie habe den Umzug gestoppt, weil «massive Sachbeschädigungen» festgestellt worden seien. Dabei habe auch Gummischrot eingesetzt werden müssen, schreibt die Polizei weiter.

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