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«Chesslete» wehrt sich gegen «Ballenbern»

Spielen im Kasernen-Hof, Lärm-Demo durch die Stadt: Zwei Anlässe setzten am Samstag ein Zeichen gegen die «Ballenbernisierung».

Mitinitatior Beni Lehmann über die Anliegen der «Chesslete».

Luftballone, bunte Kreide, einfache Spielgeräte, herumtollende Knirpse: So präsentierte sich am Samstag der Innenhof der Asylunterkunft Viktoria in Bern. Einheimische und Asylsuchende kamen ins Gespräch - die Kinder fanden ohnehin rasch zueinander.

Vor wenigen Tagen noch ein ganz anderes Bild: Der Innenhof lag verwaist da. Der Leiter des Asylzentrums musste die Spielsachen für die Kinder im Schrank verstaut lassen. Ein Paragraphen-Hickhack verhinderte die Nutzung des Innenhofs.

Das Thema warf hohe Wellen: Wegen eines Rechtsstreits durften Flüchtlingskinder den Innenhof einer Berner Asylunterkunft nicht zum Spielen nutzen. Inzwischen ist Spielen erlaubt. Die Kinder liessen sich nicht zweimal bitten.

Besuch von der «Chesslete»

Auch etwa 50 Personen, die dem Aufruf zur «Chesslete Ballenbern» gefolgt waren, machten auf dem Innenhof einen Zwischenhalt. Zuvor waren sie von der Schüttestrasse, wo die Bar «Kreisssaal» mit rechtlichen Problemen kämpft, zum Nordring Kebab gezogen. Nach dem Stopp im Innenhof der Feuerwehrkaserne gings weiter an andere Hotspots der Berner Lärm-Diskussion. Ein Ende sollte der Demonstrationszug an der Junkerengasse finden, vor dem ehemaligen Club Sous-Soul.

Mitinitiator Beni Lehmann fordert gegenüber Redaktion Tamedia vom Gemeinderat «praktikable Lösungen» im Umgang mit der Nachtleben- und Lärm-Problematik (siehe Video).

Schmidt öffnet Innehof

Anwohner hatten gegen die Zwischennutzung der ehemaligen Feuerwehrkaserne an der Viktoriastrasse. Einsprache eingereicht Sie befürchteten insbesondere Lärm - nicht eigentlich von den Asylsuchenden, sondern von den kleinen Betrieben, die sich vorübergehend in dem von der Feuerwehr nicht mehr benötigten Gebäude eingemietet hatten. Inzwischen ist Spielen erlaubt.

FDP-Gemeinderat Alexandre Schmidt erlaubte daraufhin im Namen der Stadt als Eigentümerin des Platzes das Spielen - trotz hängigem Rechtsstreit.

(SDA)

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