Demo-Scharmützel im Berner Stadtrat

Neben dem Leistungsvertrag der Reitschule wurde am Donnerstag im Stadtrat auch die Vorfälle rund um die unbewilligte Kundgebung von Anfang Oktober diskutiert. Damals kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstrierenden und den Stadträten Jimy Hofer (parteilos) und Roland Jakob (SVP).

Unbewilligte Kundgebung: Hofer und Jakob hatten in Eigenregie versucht, die Demonstration aufzuhalten.

Unbewilligte Kundgebung: Hofer und Jakob hatten in Eigenregie versucht, die Demonstration aufzuhalten.

(Bild: Keystone Archiv)

Bernhard Ott@Ott_Bernhard

«Die Angriffe auf Stadträte hätten nur durch ein Separieren der Gruppierungen gestoppt werden können», sagte gestern Gemeinderat Reto Nause (CVP) zu Fragen von SVP und FDP zu den Ereignissen an einer unbewilligten Kundgebung von Anfang Oktober. Damals wurden SVP-Fraktionschef Roland Jakob und der parteilose Jimy Hofer aus der Kundgebung heraus angegriffen.

Ein Trennen der Kontrahenten wäre nur mit einem unverhältnismässigen Aufwand zu realisieren gewesen, sagte Nause. Ebenso unverhältnismässig wäre es gewesen, wenn die Polizei die Kundgebung mit Gewalt aufgelöst hätte. Nause erklärte, dass der Gemeinderat die Angriffe von Demonstrierenden auf Stadtratsmitglieder verurteile. Ebenso heisse er aber das Verhalten von Jakob und Hofer nicht gut, sich einer von der Polizei begleiteten Demonstration entgegenzustellen. Zudem stellte Nause klar, dass der Gemeinderat keinen Einfluss auf den Verlauf der Demonstration genommen habe. Er lobte die deeskalative Polizeistrategie der letzten Jahre. Sie habe sich bewährt, da es kaum mehr zu grösseren Sachbeschädigungen gekommen sei. «Ich habe den Eindruck, dass hier polemisiert wird. Die letzten grossen Ausschreitungen bei Demonstrationen in der Stadt Bern haben sich 2007 ereignet», sagte Nause.

«Sie haben nichts zur Toleranz gegenüber Vermummten gesagt», sagte Mario Imhof (FDP). Die Antworten Nauses seien «lächerlich».

Der Bund

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