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Dem Haus der Religionen fehlt das Geld

Für die Realisierung des interreligiösen Begegnungszentrums in Berns Westen fehlen vier Millionen Franken. Woher das Geld kommen soll, bleibt unklar.

Die Hürden bleiben hoch für das Haus der Religionen im Westen Berns. Eigentlich hätten die Baumaschinen bereits in wenigen Tagen am Europaplatz auffahren sollen. Der Baubeginn wurde nun allerdings in den Frühling verschoben, wie Andreas Campi von der federführenden Firma Halter Entwicklungen gestern bestätigte. Einen festen Termin gebe es derzeit nicht: «Wir bewerten die Lage fortlaufend.» Grund für die Verzögerungen beim Bau des interreligiösen Begegnungsortes ist eine Finanzierungslücke von rund vier Millionen Franken. Die mit dem Fundraising beauftragte Stiftung hat bis anhin erst die Zusagen für sechs der nötigen zehn Millionen Franken erhalten.

Im Käfigturm trafen sich gestern Vertreter aller beteiligten Institutionen und Religionsgruppen zu einem Brainstorming. Einig war man sich bald, dass das Loch im Budget nicht mit Kleinspenden gestopft werden könnte. Vielmehr brauche es «zwei, drei Einzelpersonen oder Institutionen», die bereit seien, tief ins Portemonnaie zu greifen, so Campi.

Suche nach Grossinvestoren

Die Hoffnung, dass sich ein solcher kulturell engagierter Grossinvestor finden wird, wollte gestern aber niemand aufgeben. Schliesslich ist mit der Rudolf-und-Ursula-Streit-Stiftung bereits ein privater Geldgeber mit rund drei Millionen Franken an Bord. Weitere 2,4 Millionen Franken sollen aus dem Lotteriefonds in das Projekt fliessen. Darüber wird allerdings der Grosse Rat abschliessend entscheiden können.

Man habe die Fühler bereits in alle erdenklichen Richtungen ausgestreckt, sagte Regula Mader von der Stiftung «Haus der Religionen – Dialog der Kulturen». So habe man in den letzten Monaten sämtliche Stiftungen, Institutionen und Privatpersonen angefragt, bei denen eine leise Hoffnung bestand, dass sie sich für das Projekt erwärmen könnten – allerdings ohne Erfolg. Schliesslich habe sie sich vor knapp zwei Wochen mit einem Gesuch an den Bundesrat gewandt. «Eine Antwort steht allerdings noch aus.»

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Aufgeben wollte unter den Anwesenden allerdings niemand. Das Projekt sei in seiner Art weltweit einzigartig, sagte Mader. «Aus der ganzen Schweiz und aus dem Ausland sind wir auf reges Interesse gestossen.» Ein Scheitern des Projektes würde diese Symbolik des Integrationsprojekts allerdings umkehren. «Das dürfen wir nicht geschehen lassen.»

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