Das Warmbächli-Brachland sucht Pioniere

Bevor am Warmbächliweg Wohnungen entstehen, soll die Brache belebt werden, findet ein Quartierverein. Einige Projekte sind bereits angedacht, doch Ideen für zusätzliche Projekt sind weiterhin gefragt.

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Wer heute beim Warmbächliweg vorbeigeht, sieht den Reiz der leer stehenden Baufläche nicht sofort: Es ist nicht mehr als eine Baugrube mit Wasserpfützen. Das will der Verein Warmbächlibrache ändern. Die Brache im Holligenquartier soll belebt und bespielt werden. Pioniergeist ist gefragt. Darum lädt der Verein am kommenden Samstag zur Türöffnung. «Wir wollen die Anwohner und alle Interessierten über die Zwischennutzung und die Projekte der Brache informieren», sagt Marc Aerni, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins Warmbächlibrache.

Nachdem die neuen Energiezentrale Forsthaus im März 2013 ihren Betrieb aufgenommen hatte, konnte die fast 50 Jahre alte Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) am Warmbächliweg abgebrochen werden. Hier soll dereinst ein Quartier mit rund 250 Wohnungen sowie Raum für Dienstleistung und Gewerbe entstehen. Voraussichtlicher Baubeginn ist 2018. Die bis dahin freie Fläche steht dem Quartier für Zwischennutzungen zur Verfügung.

Bar-Bus, Theater und Graffiti

«Mehrere Projekte sind angedacht», sagt Aerni. Etwa ein Bus mit einer Bar, der bereits in Grindelwald auf der Skipiste im Einsatz stand. Andere Projekte sind etwa eine kleine Bühne für Kleintheater oder Kunstinstallationen. «Wichtig ist, dass die Projekte nicht zu viel Lärm verursachen. Die Zwischennutzung soll den Quartierbewohnern Freude und keinen Ärger machen», so Aerni.

Die Jugendarbeit Bern möchte mit Jugendlichen eine Wand bemalen und will Entsorgungsbehälter für Spraydosen zur Verfügung stellen, später vielleicht Workshops organisieren. Auch Sportaktivitäten, die keine grosse Infrastruktur benötigen, sind denkbar. Da die Brache gross ist, ist die Idee einer Velo-Strecke hoch im Kurs. Aber auch weniger sportliche Ideen wie Urban Gardening stehen im Raum.

Inspiration vom Centralweg

All diese Projekte sind noch nicht bewilligt. Der Verein Warmbächli dient als Koordinator für die Zwischennutzungsideen. Inspiration kann sich der Verein auch bei der Brache im Lorrainequartier am Centralweg holen. Seit 2010 wird dort gegärtnert, regelmässig findet ein Flohmarkt statt. Die Projekte der Warmbächlibrache müssen sich selbst finanzieren, «denn der Verein verfügt kaum über Geld», so Aerni. Der Verein hilft Bewilligungsgesuche bei den Behörden einzufordern.

Für den Eröffnungs- und Informationsanlass am Samstag empfiehlt Aerni gutes Schuhwerk. «Das Wetter wird nicht so gut sein», sagt er. Probleme sieht Aerni darin aber nicht: Auf seiner Facebook-Seite bewirbt der Verein die Brache auch als möglichen Spielplatz für kleine Dreckspatzen. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 19.02.2016, 10:09 Uhr

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