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«Das Problem ist die fehlende Kontrollkultur»

Die Untersuchung der Kontrollpraxis von verbilligtem Wohnraum müsste aufzeigen, «warum die Liegenschaftsverwaltung derart lange nichts gemacht hat», sagt Ökonom Rudolf Strahm. Es gehe nicht an, den Schwarzen Peter den Mietern zuzuschieben.

Einladung zum «Bschisse»: Rudolf Strahm übt Kritik an der Stadt.
Einladung zum «Bschisse»: Rudolf Strahm übt Kritik an der Stadt.
Danielle Liniger

Herr Strahm, mit subventionierten Wohnungen will die Stadt unter anderem den Wohnungsmarkt steuern. Braucht es überhaupt eine Steuerung des Wohnungsmarktes?

Praktisch jedes Land in Europa kennt einen Mieterschutz und verfügt über Instrumente, um städtischen Wohnraum für bestimmte Schichten zu erhalten. Die Städte üben einen derart grossen Sog aus, dass deren Zentren ohne steuernde Eingriffe in den Wohnungsmarkt veröden würden. Es entwickelte sich eine Art regionaler Apartheid mit Geschäftsvierteln und Wohnungen für Gutbetuchte in zentralen Lagen. Die Mittel- und Unterschichten hingegen könnten sich nur mehr den billigeren Wohnraum an der Peripherie leisten.

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