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Das «Nach-mir-
die-Sintflut»-Prinzip

Die Leidensgeschichte um die Sanierung des Stadttheaters ist wohl kaum zu Ende. Die Zeche bezahlen die Steuerzahler.

Beim Projekt Sanierung Stadttheater Bern ist einiges schiefgelaufen.
Beim Projekt Sanierung Stadttheater Bern ist einiges schiefgelaufen.
Peter Klaunzer, Keystone

Doch, doch. Der Berner Gemeinderat hat etwas gelernt aus dem Debakel beim Bau des Bärenparks: Um bei der Sanierung des Stadttheaters eine ähnliche Kostenexplosion zu vermeiden, wurde von Anfang an ein Kostendach fixiert. Ist dieses in Gefahr, senkt man zuerst die Standards und verzichtet schliesslich auf ganze Projektteile. Das fängt an mit «Ikea-Sitzen» statt «Luxusmodellen», von denen die einstigen Projektverantwortlichen im Interview mit dem «Bund» bildhaft gesprochen hatten. Und es hört auf mit dem stillschweigenden Verzicht auf die Erweiterung des Vorplatzes samt grossen Kandelabern. Auch vom einst eisern verteidigten Zeitplan ist nichts mehr übrig: Mittlerweile musste die Stadt schon die zweite Verlängerung kommunizieren, sodass Konzert Theater Bern (KTB) bereits für eine dritte Spielzeit Provisorien organisieren muss.

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