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Christoffels Ende und Untergang

Vor 150 Jahren fiel der Beschluss, den Christoffelturm abzubrechen. Es war ein Zusammenstoss zweier politischer Lager.

«Baufällig, hässlich, unreinlich»: Die Befürworter des Abbruches über den Christoffelturm, hier die Ansicht aus der Spitalgasse.
«Baufällig, hässlich, unreinlich»: Die Befürworter des Abbruches über den Christoffelturm, hier die Ansicht aus der Spitalgasse.
zvg/Gabriel Lory
Der Christoffelturm (vorne mitte) bildete den Abschluss der Stadt. Links daran schloss der alte Bahnhof an. Rechts im Bild der erste Teil des Bundeshauses.
Der Christoffelturm (vorne mitte) bildete den Abschluss der Stadt. Links daran schloss der alte Bahnhof an. Rechts im Bild der erste Teil des Bundeshauses.
zvg/Charles Fichot
Vielleicht ist die Geschichte des Christoffelturmes aber noch nicht zu Ende: Markus Saner will den Turm auferstehen lassen – am liebsten mit einer Konstruktion in Originalgrösse, verankert am Baldachim.
Vielleicht ist die Geschichte des Christoffelturmes aber noch nicht zu Ende: Markus Saner will den Turm auferstehen lassen – am liebsten mit einer Konstruktion in Originalgrösse, verankert am Baldachim.
Adrian Moser
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Die Fehde war erbittert und zog sich über Jahre hin: Soll der Christoffelturm erhalten bleiben? Soll er abgebrochen werden? Der mächtige Zeuge der Wehrhaftigkeit stammte aus dem 14. Jahrhundert, zu seiner vollen Höhe von 55 Metern wurde er aber erst von 1467 bis 1470 ausgebaut. Die rund 10 Meter hohe Christopherus-Figur aus Holz wurde 1496 in die Nische gestellt – wer die Stadt verliess, empfing nun den Segen des mächtigen Schutzpatrons der Reisenden. In der Reformationszeit wurden dem Heiligen Jesuskind und Wanderstab entwendet und durch Schwert und Hellebarde ersetzt. Nun war er Goliath.

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