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Burgernziel: Weitere Verzögerung droht

Hundert Jahre alte Verträge könnten dafür sorgen, dass sich die Realisierung der geplanten Überbauung auf dem Areal 
des Tramdepots Burgernziel weiter verzögert. Die Stadtverwaltung beschwichtigt – doch so klar ist die Rechtslage nicht.

Die Frage, wie hoch auf dem Areal des ehemaligen Tramdepots Burgernziel gebaut werden darf, könnte dereinst die Gerichte beschäftigen.
Die Frage, wie hoch auf dem Areal des ehemaligen Tramdepots Burgernziel gebaut werden darf, könnte dereinst die Gerichte beschäftigen.
Adrian Moser
Hundert Jahre alte Verträge könnten die Realisierung der Überbauung verzögern.
Hundert Jahre alte Verträge könnten die Realisierung der Überbauung verzögern.
Manu Friederich (Archiv)
Ein Modell des Gewinnerprojekts «Schönburg Ost» aus der Vogelperspektive.
Ein Modell des Gewinnerprojekts «Schönburg Ost» aus der Vogelperspektive.
zvg
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Alte Verträge könnten das grosse Bauprojekt auf dem Areal des Tramdepots beim Burgernziel ein weiteres Mal verzögern. Grund dafür sind ­Zusicherungen, welche die Stadt Bern einst beim Kauf des Areals abgegeben hatte. Die Stadt Bern verpflichtete sich in den Jahren 1900 und 1924 nicht nur, auf dem Grundstück Gebäude mit einem «gefälligen Äussern» zu errichten und auf Bedachungen mit «gewöhnlichen roten Ziegeldächern» zu verzichten. Im Grundbuch ist als sogenannte Dienstbarkeit etwa auch festgehalten, dass die Gebäude auf dem Gelände maximal 10 Meter hoch sein dürfen (entlang der Thunstrasse 14 Meter) und auf dem Areal zudem keine Gastronomiebetriebe angesiedelt werden dürfen. Das nun geplante Bauprojekt hält beide Vorgaben nicht ein. Die Stadt Bern möchte die Dienstbarkeit deshalb aus dem Grundbuch löschen. Dazu ist sie aber auf die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke angewiesen. Auf deren Grundstücken sind die Dienstbarkeiten nämlich eingetragen: Die Einschränkungen auf dem städtischen Grundstück sind vereinfacht gesagt Teil deren Eigentums.

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