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Burger warten weitere zehn Jahre ab

Das Burgerliche Jugendwohnheim schliesst seine Tore. Ob und wie die Burgergemeinde das Heim in eine Überbauung der hinteren Schosshalde integriert, bleibt unklar.

Das Burgerliche Jugendwohnheim befindet sich in der hinteren Schosshalde an einem idyllischen Ort. Was dort geschehen wird, ist noch offen.
Das Burgerliche Jugendwohnheim befindet sich in der hinteren Schosshalde an einem idyllischen Ort. Was dort geschehen wird, ist noch offen.
Franziska Rothenbühler

Bern soll wachsen. Der Gemeinderat will die Wachstumsziele des Stadtentwicklungskonzepts (Stek) durch innere Verdichtung oder eine Stadterweiterung erreichen. Dabei geht oft vergessen, dass die Burgergemeinde als grösste Grundeigentümerin seit Jahrzehnten über eingezontes Bauland verfügt – so etwa beim Springgarten am Guisanplatz und in der hinteren Schosshalde.

Der einstige Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) sprach in diesem Zusammenhang einst von «Bauerwartungsland ersten Ranges». Für die Burgergemeinde seien die beiden Gebiete aber wohl «eher tabu», sagte Tschäppät.

Der Begriff «tabu» ist wohl etwas zu scharf. Aber die Burgergemeinde «denkt in Generationen», wie sich Stadtplaner Mark Werren einmal ausgedrückt hat. Dies wird bei der am Mittwoch kommunizierten Schliessung des Burgerlichen Jugendwohnheims wieder deutlich, dessen Areal Teil des burgerlichen Grundbesitzes in der hinteren Schosshalde ist.

Laut Communiqué werden die letzten Jugendlichen das Heim am Melchenbühlweg bis Ende 2018 verlassen. Für die schützenswerte Liegenschaft ist eine Zwischennutzung von rund zehn Jahren geplant. Wer die Räumlichkeiten mieten wird, ist noch unklar. «Wir sind mit verschiedenen Interessenten im Gespräch», sagt Stefanie Gerber, Sprecherin der Burgergemeinde. Die Liegenschaft solle ähnlich genutzt werden wie bisher.

Ob und wie das Areal des Jugendwohnheims in eine Überbauung der hinteren Schosshalde integriert werden könnte, sei noch nicht entschieden. Man stehe am Anfang der Planung. «Wir stehen nicht unter Druck und haben Zeit», sagt Gerber.

Bestehende Planung ist veraltet

Aus Sicht der Stadt sei eine Entwicklung der hinteren Schosshalde sicher erwünscht, sagt Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL). Durch die Schliessung des Jugendwohnheims sei aber eine neue Situation entstanden. Von Graffenried weist auf eine ältere Planung zur hinteren Schosshalde hin, die den heutigen Ansprüchen nicht mehr genüge.

Stadt und Burgergemeinde müssten nun prüfen, wie die Planung – allenfalls unter Einbezug des Jugendwohnheim-Areals – neu aufgegleist werden könnte. «Zwischen der Stadt und der Burgergemeinde ist ein partnerschaftliches Vorgehen etabliert», sagt von Graffenried. Überbauung Hintere Schosshalde

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