Bundesmillion für 2019 in Aussicht gestellt

Die Stadt Bern soll auch nächstes Jahr in den Genuss von Bundesgeldern für die Kultur kommen.

Auch die Dampfzentrale profitiert von der Bundesmillion. (Archiv)

Auch die Dampfzentrale profitiert von der Bundesmillion. (Archiv)

(Bild: Adrian Moser)

Regula Fuchs

Die sogenannte Bundesmillion soll auch nächstes Jahr fliessen: Das bestätigte Veronica Schaller, Leiterin der städtischen Kulturabteilung, auf Anfrage. Das Geld, das der Bund der Hauptstadt für kulturelle Leistungen zur Verfügung stellt, sei im Voranschlag des Bundesrats für 2019 «vollumfänglich eingestellt». Das heisst: Die Stadt Bern kann, sofern das Parlament das Budget genehmigt, mit dem Betrag rechnen.

Das ist insofern nicht ganz selbstverständlich, als das Bundesamt für Kultur (BAK) vor einem Jahr dem Bundesrat vorschlug, die Subvention aus Spargründen zu streichen – schrittweise: 2018 sollte es für die Stadtberner Kultur 300'000 Franken weniger geben, 2019 gar kein Bundesgeld mehr. Und zwar trotz dem Umstand, dass zwischen der Stadt Bern und dem BAK eine laufende Leistungsvereinbarung existierte. Bei der Stadt wehrte man sich gegen den Entscheid. Mit Erfolg: Das Parlament winkte schliesslich den Betrag fürs Jahr 2018 im Rahmen der Budgetdebatte durch – nach einem knappen Entscheid. Was ab 2019 sein würde, blieb offen.

Nun ist klar: Der Bund stösst das Bekenntnis des Parlaments zur Bundesmillion nicht um. 2019 ist aber das letzte Jahr der aktuellen Vertragsperiode. Für die Verhandlungen des Vertrags von 2020 bis 2023 ist Schaller zuversichtlich: «Ich rechne nicht damit, dass der Bund das Geld erneut infrage stellt.» Womöglich gebe es innerhalb der Vereinbarung gewisse Korrekturen, etwa, was die Sichtbarmachung des Betrags angehe, also wofür die städtische Kulturabteilung das Geld ausgibt. «Eine sicher für alle Beteiligten sinnvolle Ergänzung», so Schaller.

Aktuell geht die Bundesmillion zu einem Drittel an den Kredit Hauptstadtkultur, mit dem Einzelprojekte gefördert werden, und zu zwei Dritteln an Institutionen: Derzeit sind dies Konzert Theater Bern, das Historische Museum, die Dampfzentrale und die Kunsthalle.

Der Bund

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