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«Brünnen fehlt die Urbanität»

Für Ex-Stadtplaner Jürg Sulzer ist das prämierte Siegerprojekt auf Baufeld eins in Brünnen symptomatisch für die Defizite der Überbauung.

«Entlang dieser Strassen hätte die Stadt entstehen sollen» – der einstige Stadtplaner Jürg Sulzer auf der Ramuzstrasse in Bern-Brünnen.
«Entlang dieser Strassen hätte die Stadt entstehen sollen» – der einstige Stadtplaner Jürg Sulzer auf der Ramuzstrasse in Bern-Brünnen.
Adrian Moser

Herr Sulzer, Sie haben Brünnen einst konzipiert. Was ist Brünnen heute? Stadtquartier oder Vorstadt? Brünnen ist nicht Vorstadt, aber es ist auch nicht Stadt. Brünnen ist nicht ganz so geworden, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich habe es mir dichter und kompakter vorgestellt.

Was würde mehr Dichte bedeuten? Ein bis zwei Stockwerke mehr wären durchaus möglich gewesen. In den Siebziger- und Achtzigerjahren war die grüne Opposition aber gross. Erst um die Jahrtausendwende wurde es wieder möglich, über Dichte zu sprechen. Zu diesem Zeitpunkt hätte man die Planung entsprechend abändern sollen.

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