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Broncos-Loge: Jimy Hofer wirft das Handtuch

Nach über 25 Jahren Betrieb schliesst die Broncos-Loge in der Matte per sofort. Patron Jimy Hofer hat genug: Schuld sind für ihn Anwohner und Behörden.

Er mag nicht mehr: Jimy Hofer vor der Broncos-Loge.
Er mag nicht mehr: Jimy Hofer vor der Broncos-Loge.
Keystone

Viele Bernerinnen und Berner kennen das Lokal nicht von innen. Und doch ist die Broncos-Loge in der Matte den meisten ein Begriff. Der Club, der einerseits mit Barbetrieb, aber auch mit Blues- und Rockkonzerten aufwartete, ist per sofort geschlossen. Wie Jimy Hofer gegenüber Redaktion Tamedia bestätigt, wird er nach der Sommerpause nicht wieder eröffnet.

Als Grund gibt der ehemalige Stadtrat (parteilos) das Klima in der Matte an: «Die Matte lebt nicht mehr. Mit den Zufahrtsbeschränkungen hat die Stadt das Quartier isoliert», so Hofer. Auch das Rauchverbot und «restriktive Kontrollen» durch die Gewerbepolizei hätten dem Betrieb zugesetzt.

Doch auch die Nachbarschaft machte Jimy Hofer zu schaffen. So wurde dem Lokal 2009 die generelle Überzeitbewilligung verwehrt – aus dem Quartier waren Einsprachen eingegangen. «Die Neuzuzüger in der Matte goutieren einen Traditionsbetrieb wie den unsrigen nicht», sagt Hofer dazu. 2013 erhielt er versuchsweise eine temporäre Bewilligung.

«Nicht mehr meine Welt»

Es sei ihm nicht mehr möglich, den Betrieb unter diesen Umständen zu führen, so Hofer weiter. Mit dem Aus der Broncos-Loge verliert das Quartier nach dem Wasserwerk ein weiteres Ausgehziel. Vier Teilzeitstellen, «Nischenjobs», wie Hofer sie nennt, gehen dadurch verlustig. Und darüber hinaus? «Die Matte verliert ein Stück Geschichte, ein Stück Kultur», gibt Hofer enttäuscht zu Protokoll.

Nachdem der Stadtpolitiker, der in der SVPplus-Fraktion politisierte, bereits privat aus dem Quartier weggezogen ist, kehrt er ihm nun auch als Gewerbler den Rücken. «Die Matte ist nicht mehr meine Welt», sagt er. Die Gastronomie möchte er allerdings nicht aufgeben. Bereits ist er auf der Suche nach einem neuen Standort. Wie der aussehen müsste? «Ich weiss es nicht – als Clubbetreiber wird es immer schwieriger, einen Ort zu finden, an dem man gewinnbringend wirtschaften kann.»

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