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Bremgartenfriedhof feiert Jubiläum

Der Berner Bremgartenfriedhof feiert in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen und präsentiert sich im Jubiläumsjahr als Ort für die Lebenden. Der Friedhof birgt nämlich einen reichen Schatz an Themen und Geschichten, die sich auf unterschiedliche Weise erfahren lassen.

Der Berner Bremgartenfriedhof feiert in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen.
Der Berner Bremgartenfriedhof feiert in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen.
Adrian Moser (Archiv)

Mit der Teilnahme an der Museumsnacht Ende März, einem Theaterspaziergang über den Friedhof in den Sommermonaten oder einer als Rundgang konzipierten Broschüre kann der Fundus an Geschichten und Geschichte erschlossen werden.

Im Stück «der Blutfürst oder die Kunst des Sterbens» nimmt das Theaterkollektiv «mes:arts» die Zuschauer mit auf eine Zeitreise ins 19. Jahrhundert. Den Gräbern und Gruften entsteigen eigenwillige Bewohner und berichten über die Anfänge des Friedhofs. Auch Klatsch und Tratsch über exzentrische Mitbewohner kommt dabei natürlich nicht zu kurz.

An der Museumsnacht am 20. März steht der Friedhof für Spaziergänge offen. Mit kunstvollen Beleuchtungen werden ausgewählte Gräber inszeniert.

Wer den Friedhof lieber bei Tag erkundet, kann dies anhand der neuen Broschüre tun, die im Mai erscheinen wird.

Innehalten im hektischen Alltag

Mit seinen rund 4000 aktiven Grabstellen dient der Bremgartenfriedhof primär, wie jeder andere Friedhof auch, der Totenruhe, wie aus einer Mitteilung der städtischen Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün vom Freitag hervorgeht.

Er ist ein Ort der Trauer und des Gedenkens. Darüber hinaus ist er aber auch ein wichtiges Naherholungsgebiet mit grossen Grünflächen, Alleen, Blumenbeeten und Sitzgelegenheiten.

Nicht selten suchen auch Berufstätige aus der Umgebung über Mittag etwas Ruhe in der weitläufigen Parkanlage. Aber nicht nur für Menschen, auch für Tiere und Pflanzen bietet der Bremgartenfriedhof einen Lebensraum.

Nobelpreisträger, Liedermacher und ein Revolutionär

Als der Friedhof 1865 in Betrieb genommen wurde, lag er noch ausserhalb der Stadt - in unüberbauter Umgebung. Auf dem Monbijou-Friedhof war damals kein Platz mehr und so musste die Stadt rasch ein neues Gelände für den «Stadtbezirk obenaus» finden.

Schliesslich konnte die Stadt das Galgenfeld beim Bremgartenwald kaufen. In den vergangenen 150 Jahren hat der Friedhof diverse Veränderungen erfahren: Erweiterungen, neue Gebäude, neue Grabarten oder bauliche Anpassungen.

Auf dem Berner Bremgartenfriedhof sind zahlreiche verschiedene bekannte Persönlichkeiten bestattet. Zu ihnen zählen der russische Revolutionär und Anarchist Michael Bakunin, Nobelpreisträger Theodor Kocher aber auch Liedermacher Mani Matter, Pfarrer und Schriftsteller Klaus Schädelin («Mein Name ist Eugen») oder der Unternehmer Georg Wander (Ovomaltine). Aufgehoben ist das Grab des Berner Stadtoriginals «Dällebach Kari».

SDA/gbl

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