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BLS kämpft weiterhin mit Problemen

Die Sorgen der BLS mit den neuen «Lötschberger»- Flügelzügen halten an: Zuerst wurden nur 8 von 13 bestellten Einheiten ausgeliefert. Und nun fahren wegen technischer Probleme nur 5 bis 6 der mittlerweile 9 vorhandenen Kompositionen.

So sehen die neuen Züge, genannt «Lötschberger, aus. (adi)
So sehen die neuen Züge, genannt «Lötschberger, aus. (adi)

Jeweils 3 bis 4 «Lötschberger» kommen nicht zum Einsatz, weil das neue Rollmaterial Kinderkrankheiten hat. BLS-Sprecher Hans Martin Schaer bestätigte heute Freitag entsprechende Meldungen der Zeitungen «Der Bund» und «Berner Oberländer». An den aus dem Verkehr gezogenen Zügen nimmt die BLS Tests und Instruktionen vor.

Bei den Kinderkrankheiten handelt es sich um Probleme mit der Heizung und Lüftung und um Mängel beim Antrieb. Dazu kommen Komplikationen bei der Kupplung mit den NINA. Das sind die mit dem «Lötschberger» technisch verwandten Kompositionen, die normalerweise auf dem Berner S-Bahn-Netz zum Einsatz kommen.

Mit den NINA füllt die BLS die durch die verspätete Auslieferung von «Lötschbergern» entstandene Lücke. Wenn in Spiez ein «Lötschberger» und ein NINA nicht automatisch entkoppelt werden können, müssen die Zugsteile manuell getrennt werden, was zu Verspätungen führt.

Der am 14. Dezember 2008 eingeführte «Lötschberger» fährt von Bern nach Brig respektive Zweisimmen mit Trennung in Spiez. Der «Lötschberger» ist mehr als ein Zug: Auf dem neuen Rollmaterial basiert ein touristisches Konzept zur Vermarktung des Gebiets entlang der Strecke. Der Kanton Bern unterstützt es finanziell.

Letztes Jahr durchgeführte Tests hatten eigentlich ergeben, dass die «Lötschberger» mit den NINA prinzipiell kompatibel sind. Schaer geht davon aus, dass die winterlichen Verhältnisse mitspielen.

BLS erhält auch Lob

Laut Schaer erhält die BLS derzeit am meisten Reklamationen wegen der Heizung/Lüftung. Das Unternehmen habe aber auch viele positive Rückmeldungen erhalten. Vor allem im Simmental schätzten es die Leute, auf dem Weg nach Bern nicht umsteigen zu müssen. Der «Lötschberger» fahre derzeit einfach noch nicht mit der gewünschten Zuverlässigkeit.

Die BLS geht davon aus, dass die Firma Bombardier die noch fehlenden 4 «Lötschberger» tatsächlich bis Mitte März ausliefert. Bis zu diesem Zeitpunkt verkehren auf dem Berner S-Bahn-Netz weiterhin Doppelstockzüge als Ersatz für die abgezogenen NINA.

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