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BKW eröffnet Klimapfad – Greenpeace protestiert

Die BKW lanciert in Grindelwald ein Projekt, um die Bevölkerung auf die Klimathematik zu sensiblisieren. Darüber ist die regionale Greenpeace-Gruppe empört.

Sieben Klimapfade in der Jungfrau-Region laden seit Donnerstag zum Wandern ein. Ziel dieser so genannten «Jungfrau Klima-CO2Operation» ist es, die Bevölkerung für die Folgen der Klimaerwärmung zu sensibilisieren.

Die Jungfrau-Region im UNESCO-Welterbe-Gebiet sei dafür besonders geeignet, da sich dort das grösste Gletschersystem Europas befinde. Gletscherschwund, Felsabbrüche oder als aktuellstes Beispiel der Gletschersee seien ausgeprägte Zeichen der Klimaerwärmung, teilten die Initianten der Klimapfade am Donnerstag mit.

Beteiligt am Projekt sind die vier Gemeinden Grindelwald, Gündlischwand, Lütschental und Lauterbrunnen sowie die BKW FMB Energie AG und die Universität Bern. Diese hat die wissenschaftlichen Informationen zum Klimapfad zusammengestellt.

Von Spaziergang bis Bergwanderung

Wanderinnen und Wanderer erfahren dank dem «Jungfrau Klimaguide» in Form von GPS-gestützten iPhones die neusten Erkenntnisse zum Klimawandel. Die Informationen würden auf leicht verständliche, konkrete und ortsspezifische Art vermittelt, wie es heisst. Die Geräte können in den Tourismusbüros der Jungfrau-Region gemietet werden.

Die sieben Klimapfade führen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden etwa durch das Dorf Mürren, vom Eigergletscher auf die Wengernalp oder oberhalb von Grindelwald von der Pfingstegg zur Bäregg. Die Routen sind zwischen 2,5 und 4 Kilometer lang.

In einer Klima-Charta verpflichten sich die Parter zudem zur freiwilligen CO2-Reduktion. Pro Jahr sollen über 5000 Tonnen CO2 eingespart werden. Erste Projekte wie Holzwärme-Verbünde seien bereits umgesetzt oder in Planung.

Greenpeace übt Kritik

Für nichts weiter als eine Image-Aktion hält Greenpeace Bern das Klimapfad-Engagement der BKW. Es stehe in «krassem Widerspruch zu den Milliarden-Investitionen in zwei deutsche Kohlekraftwerke», wie die Umweltorganisation schreibt.

Um ihrer Kritik Nachdruck zu verleihen fuhren Aktivisten am Donnerstag vor dem Hauptsitz der BKW in Bern vor und luden mehrere Säcke Holzkohle ab.

(SDA)

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