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Biogas aus der Kloake

Die ARA Bern reinigt nicht nur Abwasser, sie liefert auch Energie. Zurzeit reicht diese für 32 Bernmobil-Busse, bald soll es deutlich mehr sein. Zum Tag des Abwassers öffnet die Kläranlage ihre Türen.

Ein grosses Problem sind Hygienetücher - sie verursachen Probleme in den Pumpen.
Ein grosses Problem sind Hygienetücher - sie verursachen Probleme in den Pumpen.
Manu Friederich
Blick frei auf die braune Brühe.
Blick frei auf die braune Brühe.
Manu Friederich
Im Vorklärbecken setzen sich die Schmutzpartikel ab.
Im Vorklärbecken setzen sich die Schmutzpartikel ab.
Manu Friederich
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Es riecht übel im Rechengebäude der Abwasserreinigungsanlage Region Bern (ARA Bern). Eine schmale Öffnung im Boden gibt den Blick frei auf die braune Brühe, die an dieser Stelle die Anlage erreicht. Anlagenleiter Adrian Fasel blickt kurz auf den Monitor an der Wand und sagt: «950 Liter pro Sekunde.» Der Schein der Lampe, die im Innern des Kanals angebracht ist, spiegelt sich in den Wellen des stinkenden Bachs. Das Wasser ist trüb, aber nicht undurchsichtig. Allerhand Gegenstände schwimmen darin – neben Fäkalien und Papier auch solche, die nicht die Toilette hinuntergespült gehören. So zum Beispiel Essensreste und Hygieneartikel. «Ein massives Problem sind die neuen Hygienetücher», sagt Fasel, «weil sie elastisch und nicht zerreissbar sind.» Das führe zu Problemen in den Pumpen. Ab und zu fänden sich auch Kuriositäten im Abwasser: Portemonnaies, Barbiepuppen, iPhones. «Wir bekamen auch schon Anrufe von Leuten, die wissen wollten, ob wir die Tausendernoten gefunden hätten, die sie versehentlich ins WC fallen gelassen hatten», erzählt Fasel.

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