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BFH: Regierung bleibt bei Konzentrationsentscheid

Der Regierungsrat des Kantons Bern will die Berner Fachhochschule weiterhin in Bern und Biel konzentrieren. Dies geht aus einem Bericht hervor.

Der Standort Burgdorf soll aufgegeben werden.
Der Standort Burgdorf soll aufgegeben werden.
Valérie Chételat

Der Regierungsrat des Kantons Bern hat am Donnerstag den Bericht veröffentlicht, der zusammenfasst, wieso er die Berner Fachhochschule in Bern und Biel konzentrieren will. Als grösstes Problem ortet der Bericht die vielen, räumlich zersplitterten Standorte.

Der Grosse Rat verlangte im Juni, die Regierung müsse ihm in einem Bericht ihre Gründe für die geplante Konzentration der Fachhochschule auf nur noch zwei Standorte näher erläutern. Auf 115 Seiten fasst nun die Regierung in dem auf der Internetseite des Kantons veröffentlichten Papier ihre Überlegungen zusammen.

Demzufolge ist der grösste Nachteil der Berner Fachhochschule (BFH) ihre räumliche Zersplitterung auf insgesamt 26 Standorte in Bern, Biel und Burgdorf. Das schreibt die Regierung in einer Mitteilung, die den Bericht zusammenfasst. Diese Zersplitterung beeinträchtige den Schulbetrieb «ganz erheblich».

Wolle die BFH als mittelgrosse Fachhochschule langfristig im Konkurrenzkampf bestehen, komme sie um eine Konzentration nicht herum. Und in Biel könnten die benötigten Neubauten auf einem grösstenteils der Stadt gehörenden Areal beim Bahnhof «zügig» erstellt werden. Dort soll der neue Campus Technik der BFH entstehen.

Die Regierung wiederholt damit Aussagen, die sie schon im Februar bei der Bekanntgabe ihres Konzentrationsentscheids machte. Der Bericht bestätigt nach Ansicht der Kantonsregierung, dass diese Konzentration «dringend notwendig» ist.

Burgdorf äussert sich noch nicht

Der Bereich Technik der BFH befindet sich heute teilweise in Burgdorf. Die Stadt Burgdorf wehrt sich - unterstützt von den Regionen Emmental und Oberaargau - vehement gegen die Konzentration der BFH in Bern und Biel. 18'000 Personen unterschrieben eine kürzlich der Regierung übergebene Petition für den Erhalt des BFH- Standorts Burgdorf.

Handkehrum veröffentlichten Bieler Politiker und Wirtschaftsverbände einen offenen Brief an die Regierung mit der Forderung, diese müsse bei ihrem im Februar bekanntgegebenen Konzentrationsentscheid bleiben.

Der Burgdorfer Gemeinderat will nun einen eigenen Bericht zu den ökonomischen Aspekten einer Standortkonzentration vorlegen. Erst wenn dieses Gutachten vorliege, werde er sich zum regierungsrätlichen Bericht äussern, teilte er am Donnerstag mit.

Auch die Stadt Biel meldete sich am Donnerstag zu Wort. Sie habe mit Genugtuung vom regierungsrätlichen Bericht Kenntnis genommen, heisst es in einer Mitteilung. Die Wirtschaftsstruktur der Region Biel sei «ideal für die Vernetzung und gegenseitige Befruchtung» mit der BFH. Studierende wollten einen urbanen Standort.

Der Grosse Rat wird den regierungsrätlichen Bericht in der Januarsession beraten.

SDA/bs

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