Bewilligung für Bar am Egelsee war ungültig

Die «Bar au Lac» am Berner Egelsee hätte nicht als Festwirtschaft bewilligt werden dürfen. Volkswirtschaftsdirektor Christoph Amman hiess eine entsprechende Beschwerde gut.

Die Bar am Egelsee hätte nicht als Festwirtschaft bewilligt werden dürfen.

Die Bar am Egelsee hätte nicht als Festwirtschaft bewilligt werden dürfen.

(Bild: Adrian Moser)

Etappensieg für die IG Egelsee: Der kantonale Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann teilt ihre Ansicht, dass die «Bar au Lac» am Berner Egelsee nicht als Festwirtschaft hätte bewilligt werden dürfen. Ammann hiess die Beschwerde von einigen Anwohnern und vom Angelfischer-Verein Bern gut, soweit er darauf eintrat. Das geht aus dem Entscheid hervor, welcher der Nachrichtenagentur sda seit Montag vorliegt.

Regierungsstatthalter Christoph Lerch hatte den Betreibern des Länggass-Lokals Sattler Anfang Sommer 2017 erlaubt, die Innenräume des leerstehenden Entsorgungshofs am Egelsees für drei Monate als «Festwirtschaft» zu nutzen. Dagegen wehrten sich Anwohner vergeblich, die Bar wurde den Sommer über betrieben.

Dabei waren die Beschwerdeführer im Recht, wie Volkswirtschaftsdirektor Ammann nun festhält. Ein Lokal, das monatelang täglich bis zu 14 Stunden geöffnet sei, habe nicht den Charakter einer Festwirtschaft.

Hinzu komme, dass die Stadt Bern für den Betrieb der Bar 61'000 Franken gesprochen habe und die Barbetreiber selber 60'000 Franken investiert hätten. Auch das spreche eher für eine längerfristige Nutzung der Liegenschaft als Gastgewerbebetrieb. Wollten die Betreiber wie angetönt auch 2018 eine Bar betreiben, müsste der Statthalter ein koordiniertes Baubewilligungsverfahren durchführen. Dabei habe er das Bundesrecht betreffend Umwelt- und Lärmschutz zu berücksichtigen.

Die Interessengemeinschaft begrüsst den Entscheid des Volkswirtschaftsdirektors, wie sie in einem Communiqué mitteilte. Sie will sich weiter dafür einsetzen, dass der Egelsee den Menschen als «Naturoase» erhalten bleibe. Als Raum für wertvolle Flora und Fauna solle er vor schädlichen Immissionen geschützt werden.

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Die Bar-Betreiber können Ammanns Entscheid ans Verwaltungsgericht weiterziehen.

mer/sda

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