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Berufsschule Gibb nach Drohung geschlossen

Gegen die Gewerblich-Industrielle Berufsschule Bern (Gibb) ist am Donnerstag eine anonyme Drohung eingegangen. Aus Sicherheitsgründen wird der Schulbetrieb am Freitag und Samstag eingestellt.

Polizeieinsatz in der Lorraine: Polizisten bereiten den Einsatz in der Gibb vor.
Polizeieinsatz in der Lorraine: Polizisten bereiten den Einsatz in der Gibb vor.
Valérie Chételat
Seit dem frühen Donnerstagabend ist die Gewerblich-Industrielle Berufsschule (Gibb) wegen einer anonymen Drohung geschlossen.
Seit dem frühen Donnerstagabend ist die Gewerblich-Industrielle Berufsschule (Gibb) wegen einer anonymen Drohung geschlossen.
gbl
Bei den Lehrwerkstätten Bern (LWB) wird der Unterricht dagegen weitergeführt.
Bei den Lehrwerkstätten Bern (LWB) wird der Unterricht dagegen weitergeführt.
mond
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Gegen die Gewerblich-Industrielle Berufsschule (Gibb) ist eine anonyme Drohung eingegangen. Dies teilte die Kantonspolizei am Donnerstagabend mit. Aus Sicherheitsgründen wurde der Schulbetrieb an allen Standorten am Donnerstag am frühen Abend eingestellt. Auch Freitag und Samstag sind die Schulen geschlossen. Die Lorrainestrasse ist grosszügig abgesperrt.

«In der Drohung war von mehreren Opfern die Rede», sagt Polizeisprecher Michael Fichter am Freitagmorgen vor Ort. Mit Blick auf die laufenden Ermittlungen würden aber keine weiteren Angaben gemacht. Die Drohung sei «konkret und anonym», und betreffe sämtliche Standorte der Gibb.

Die Polizei stehe mit den verantwortlichen Personen in Kontakt. Für alle betroffenen Schüler und Lehrer hat die Kantonspolizei eine Hotline eingerichtet (0800 634 634), um Hinweise aufzunehmen und auf Fragen einzugehen. «Die Schliessung hat sich sehr schnell herumgesprochen», sagt Fichter, am Freitag seien nur vereinzelte Berufslernende erschienen. Wie es mit der Schliessung weitergeht sei von den laufenden Ermittlungen abhängig.

Ob die Drohung von Lerndenden der Gibb selbst ausgeht, ist nicht ermittelt. «Die Hintergründe der Drohung sind noch völlig unklar», sagt Fichter. «Ein Scherz ist das aber nicht: Eine solche Drohung ist eine Straftat.» Schliesslich seien sehr viele Leute betroffen, allein am Freitag seien 2000 Berufslernende sowie Studierende und Mitarbeitende der Gibb davon betroffen.

LWB trotz Drohung geöffnet

Am Freitagmittag hat eine E-Mail eines Schülers der Lehrwerkstätten Bern (LWB) die Redaktion von Redaktion Tamedia erreicht. Im Gegensatz zu den Gibb-Schülern werde der Unterricht in der LWB-Werkstatt Shed am Freitag durchgeführt – obwohl ein Zugang zum Gibb-Gebäude an der Lorrainestrasse 1 besteht. Im Mail kritisiert der Schüler dies als verantwortungslos.

«Der Entscheid, dass von der Schliessung nur die Gebäude der Gibb betroffen sind, wurde bewusst gefällt», sagt dazu Mediensprecher Michael Fichter. Das Ziel, dass sich niemand in den Räumlichkeiten der Gibb aufhalte, sei damit erreicht worden.

«Wir verstehen, dass die Schüler ein mulmiges Gefühl haben», sagt Roland Christen, Schulverwalter der LWB, auf Anfrage von Redaktion Tamedia. Die Polizei habe der LWB aber zugesichert, dass nur die Gibb von der Drohung betroffen sei. «Da die Sicherheit gewährleistet ist, sehen wir keinen Grund, den Unterricht auszusetzen.»

Dritte Drohung dieser Art

Die Gibb ist nicht das erste Mal mit Drohungen dieser Art konfrontiert. Im März 2007 ging eine Bombendrohung ein, die sich im Nachhinein aber als «Scherz» herausstellte.

Ende 2008 drohte ein 16-jähriger Lehrling telefonisch mit einem Amoklauf. Der Schulbetrieb wurde stundenlang unterbrochen und die Gebäude auf dem Schulareal abgeriegelt. Der Lehrling konnte als Drohanrufer ermittelt werden und wurde von der Schule ausgeschlossen.

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